Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 4

Es ist schon ein Weilchen her, aber es bleibt doch noch zu erzählen, wie es Herrn Mustermann beim anberaumten Prozess zur Teilhabe am Arbeitsleben, sprich Betriebskostenpauschale zum Unterhalt eines Kraftfahrzeugs zum Erhalt der Arbeit, ergangen ist.

Nachdem alle erforderlichen Unterlagen gesichtet und Prozesskostenbeihilfe genehmigt war kam es zum Gerichtstermin. Im Streitfall ging es darum, ob zur Berechnung der Betriebskostenpauschale die Unterkunfts- beziehungsweise Mietkosten nach Wogg oder die realen Zahlungen zu Grunde gelegt werden.

Nach Anhörung beider Parteien wurden Kläger und Angeklagte entlassen, mit der Aussage das hier noch beraten werden müsse und das das Urteil dann auf dem Postweg zugesandt wird.

Dann erkrankte auch noch der Richter und das ganze verzögerte sich weiter, bis Herr Mustermann endlich das langersehnte Urteil, 15 Monate nach erteiltem Widerspruch in seinem Briefkasten fand. – Im wurde recht gegeben und der beklagte Kostenträger musste rückwirkend auf  Antragstellung die Zahlungen leisten.

Eigentlich sagte einem das gesunde Rechtsempfinden schon, dass man in diesem Fall Erfolg haben würde. Es gibt sicherlich auch schwierigere Sachverhalte, aber wenn ein Widerspruch nicht fruchtet, scheut euch nicht auch mal diesen Weg zu gehen, wenn nicht hat man doch schon verloren.

 

Was bisher geschah:

Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 1
Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 2
Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 3


Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 3

AutoWie im letztem Teil erzählt, wurde Herr Mustermann aufgefordert, ganz viele Fragen zu beantworten und diese binnen sechs Wochen bei Gericht einzureichen. Er suchte Unterlagen zu den persönlichen finanziellen Verhältnissen für den Antrag auf Prozesskostenbeihilfe zusammen und hofft, dass dieser genehmigt wird, um endlich mal einen Rechtsanwalt in dieser Sache befragen zu können.

Dann war da noch der Fragebogen zur Person mit Werdegang und ganz vielen Angaben zur Behinderung, der ausgefüllt werden sollte. Eine ganz schöne Arbeit. Insgesamt wurde es ein Schreiben mit 32 Anlagen, Tastaturdas nach Wunsch des Gerichts auch gleich einmal kopiert ankommen sollte. Herr Mustermann dachte sich: „Dann faxe ich das Ganze zweimal und das mit der Kopie hat sich erledigt“. So, nun sind die Unterlagen bei Gericht und es heißt warten, bis sich irgendwas regt, und hoffen, dass das Auto keine Zicken macht.

Smilie *hmmpfSollte es in die Werkstatt müssen, dann wird’s im Geldbeutel ein großes Loch geben; aber wer will denn den Teufel gleich an die Wand malen, sehen wir’s optimistisch; „Alles wird gut“.

 

Was bisher geschah:

Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 1
Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 2