Rollstuhlfahrer-Parcours im Kletterpark

Foto: Copyright SKYPARK. Einweisung für den Rollstuhlfahrer-Parcours

Foto: Copyright SKYPARK. Einweisung für den Rollstuhlfahrer-Parcours

Ein hochgelegener Hindernis-Parcours im Kletterpark und Rollstühle passen eigentlich nicht zusammen. Denkt man. Der SKYPARK in Schwäbisch Gmünd bei Stuttgart macht es jedoch möglich und bietet spezielle Rollstuhlfahrer-Parcours mit echtem Herausforderungspotential an. Für mich ist es leider aufgrund meiner aktuellen körperlichen Verfassung nichts, dennoch begeistert mich diese Idee. Der Park bietet Menschen, die im Rollstuhl sitzen, die Möglichkeit an Grenzen zu kommen und Herausforderungen unabhängig von Alltagshürden zu erleben. Bestes Training für Balance, Kraft, Ausdauer, Vertrauen und Überwindung. Aktive Sportler sind hier sicher schnell durch, doch für die ist der Kurs auch nicht gemacht.

Schaut selbst:

Übrigens werde ich oft gefragt, wie man im Rollstuhl sitzend überhaupt Sport machen kann. Die Frage erscheint mir von der Denke her immer etwas angestaubt und so amüsiere ich mich innerlich schon manchmal. Vom Klassiker schlechthin, den Paralympischen Sommer- und Winterspielen hat sicher jeder schon mal was gehört. Es gibt viele begeisterte Handbiker, Vereinssport wie beispielsweise Rollstuhlhandball (übrigens auch hier in Düsseldorf) oder Sport im Fitnessstudio. Viele Studios kombinieren inzwischen auch Sport und Reha bzw. Physiotherapie miteinander, was ich gerade in Sachen der Inklusion mehr als gut finde. Gemeinsam macht es eben mehr Spaß – das ist auch dicht an Wertschätzung gekoppelt. Wir sind keine Außenseiter, sondern Menschen mit Handicap.

Zu guter Letzt sind die Sport-Angebote für Menschen mit Handicap glücklicherweise nicht mehr so rar gesät, wie dies noch vor zwanzig Jahren der Fall war. Das ist nicht nur verdammt gut, sondern zusätzlich auch extrem wichtig. Der Frühling kommt und ich freue mich jetzt schon auf mehr Bewegung an der frischen Luft, die ich gemeinsam mit meinem Hund genießen werde.


Wohnen ohne Barrieren

Was tun, wenn eine Behinderung den Alltag erschwert und man in den eigenen vier Wänden nahezu hilflos ist? Hier sind für Betroffene nicht allein sichtbare Hürden wie Treppen oder alte Duschkabinen und Badewannen eine Hürde. Probleme fangen schon bei zu hohen Küchen an. Hängeschränke oder die obersten Fächer eines Schrankes: für einen Rollstuhlfahrer unerreichbar. Was können Betroffene tun wenn sie nicht mehr den heimischen Balkon nutzen können, weil dieser ebenfalls eine Hürde in Form des Türrahmens darstellt? Auch Türen generell können mit einer Behinderung, die Betroffene an einen Rollstuhl bindet, schnell zu schmal sein – durchkommen unmöglich.

Nicht jeder hat Eigenheim. Dürfen in Mietwohnungen einfach Änderungen vorgenommen werden? Bedeutet „behinterengereicht“ und „seniorengerecht“ eigentlich das Gleiche?

Wohnen ohne Barrieren

Das Zuhause barrierefrei(er) gestalten


Mietwohnungen anpassen – geht das?

Mieter benötigen für den Umbau der Wohnung die Einwilligung des Vermieters. Planen Sie also keinesfalls Umbaumaßnahmen ohne das schriftliche Einverständnis des Vermieters. Kleinere Anpassungen wie z.B. Haltegriffe sind davon ausgenommen. Sobald Änderungen an der Wohnung selbst, wie beispielsweise die Verbreiterung einer Tür vorgenommen werden sollen, muss der Vermieter informiert werden. Handeln Sie nicht auf eigene Faust, um sich vor kostenintensivem Rückbau im Falle des Auszuges zu schützen. Der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz – Info Gesundheit e.V. stellt kurze Informationen hierzu bereit. Scheuen Sie sich nicht davor Verwandte und Freunde um Hilfe zu bitten, um die richtigen Anlaufstellen in Sachen Finanzierung oder Zuschüsse zu finden.

Barrierefreies Wohnen bedeutet auch Komfort. Beim Umbau des Zuhauses ist die gute Planungen essentiell.

Hier einige weiteren Tipps und nützliche Informationen:


Das Jenke-Experiment 2014 – Im Rollstuhl

Rollstuhl

Jenke von Wilmsdorff ist dafür bekannt Experimente zu machen die ein wenig grotesker sind. Diesmal hat er sich fünf Tage in den Rollstuhl gesetzt um einmal die Welt eines Menschen mit Behinderung zu erleben.

Der Alltag eines Behinderten wird aus vielen verschieden Blickwinkeln betrachtet, bei denen ihn die Querschnittgelähmte Carolin begleitet und zur Einschränkung erhält Jeneke Beinschienen für die Authentizität. Es werden Themen wie Sexualität und Barrierefreiheit behandelt, auch einen Besuch beim Deutschen Fernsehpreis im Rollstuhl ist zu sehen.

Diese Sendung bringt  Behinderungen in den Fokus der Öffentlichkeit und trägt sicher auch zur Integration bei, nur habe ich bei meinen Recherchen folgenden Kommentar in Form eines Audiobeitrages gefunden, der dieses ein wenig anders sieht.Fernbedienung

Mich als Betroffenen hat er sehr amüsiert, weil in ihm auch ein viel Wahrheit steckt – aber bildet euch selbst ein Urteil.

Weitere Informationen:
Das Jenke-Experiment: Welche Probleme haben Rollstuhlfahrer im Alltag?
„Das Jenke-Experiment“ – Die Probleme sitzen weit oben: Im Kopf
Jenke von Wilmsdorff bei Facebook
Sexualität: So funktioniert Sex mit Querschnittlähmung

Kommentar:
Audioblog AugeDesAgros


Navigations-App für Rollstuhlfahrer

Rollstuhl

Für Rollstuhlfahrer gibt es oft unüberwindbare Hindernisse. Studenten der Hochschule Darmstadt haben eine App entwickelt, die beim Finden freier Wege helfen soll. Sie ist nicht die erste ihrer Art, aber sie unterscheidet sich von den anderen.

Rollstuhlfahrer Jürgen Mißback aus Darmstadt weiß, wie schwierig es ist, unterwegs zu sein. Plötzlich geht es nicht mehr weiter: Der Bürgersteig ist zu eng, der Bordstein zu hoch. Nun kann eine an der Hochschule Darmstadt entwickelte HandyNavigations-App auf dem Mobiltelefon helfen – weil sie angibt, wo es langgeht und wo nicht. „Wheel Guide“ wird kontinuierlich verfeinert soll im März auf der Computermesse CeBIT in Hannover vorgestellt werden. (Quelle: Heise.de)

Laut den Entwicklern kann man sie sogar personalisieren, wie zum Beispiel Rollstuhlbreite oder eigene die Tagesform angeben, um sich seinen Weg zum Ziel zu bahnen und das schöne ist, die App soll kostenlos bleiben.

Ich bin gespannt ob die App das bringen wird was sie verspricht, es gab hier schon einige Versuche die hinterher nicht praktikabel waren.

Weitere Informationen:
Studenten entwickeln Navigations-App für Rollstuhlfahrer (T-Online)
Studenten entwickeln Navigations-App für Rollstuhlfahrer (heise online)


Druckstellen, Dekubitus, Forunkel, Abzess, …….

Druckstellen, Dekubitus, Forunkel, Abzess, ……., dies sind ganz gruselige Wörter für Rollstuhlfahrer. Es fängt meist damit an, das der Pfleger oder Assistent beim Betten sagt: „Du hast da was!!!“  und bei der Untersuchung vom Hausarzt die Bemerkung kommt: „Das sollte man entlasten“.

Da klingeln bei mir die Alarmglocken und es stellt sich sofort die Frage: Wie lange wird es diesmal dauern?

Außerdem flach liegen, ein aufgerichtetes Rückenteil birgt wieder zu viel Belastung und verzögert die Genesung. So ein Befund kann einen für Wochen aus dem alltäglichen Leben reißen und man muss alle Belange vom Bett aus regeln, wenn der Gesundheitszustand ein liegen zu Hause erlaubt und man nicht noch die ganze Zeit im Krankenhaus verbringen muss.

In meinen 25 Jahren im Rollstuhl musste ich zusammengerechnet mehr als ein Jahr im Bett verbringen, ohne Rehamasnahmen. Wo liegen eure Zeiten?


WC mit Rollstuhl-Feeling: Kampagne gegen Alkohol am Steuer

WC mit Rollstuhl-Feeling: Kampagne gegen Alkohol am Steuer„. Dies hat mich wirklich mal wieder richtig zum Schmunzeln gebracht, obwohl ich beim lesen des Artikels öfter an dessen Ernsthaftigkeit gezweifelt habe.

Zitatpassage aus dem Artikel: Zum Auftakt besuchten die Initiatoren das Holi Color Open Air Festival – ein Fest der Farben und der Musik – am 21. Juli mit rund 10.000 Gästen. Um in der farbenfrohen Party-Kulisse jungen Festivalbesuchern die Gefahren von Alkohol- und Drogenfahrten eindringlich zu vermitteln, installierte die Agentur eine Warnung auf den Toiletten, die sicher für Aufmerksamkeit sorgte. Denn an einigen WCs wurden Rollstuhlräder montiert, damit die jungen Gäste einen Eindruck davon bekommen, wie es sich anfühlt, im Rollstuhl zu sitzen. Ein Plakat mit dem Titel „Lass Dein Auto stehen, wenn Du gehen willst“ gab weiterführende Informationen. (Quelle: W&V)“

Ich denke die Initiatoren versuchen mit dieser leicht provokanten Kampagne größt mögliche Aufmerksamkeit zu erreichen und entschuldigen sich auch schon im Vorfeld profilaktisch bei den Rollstuhlfahrern.

Zitat: „Eine kleine Gefahr besteht – dass Rollstuhlfahrer stigmatisiert werden. Denn nicht jeder, der im Rollstuhl sitzt, ist durch einen Alkohol-Unfall dort gelandet. Aber um junge Menschen genau dann zu erreichen, wenn sie feiern, Alkohol trinken und danach wieder heimfahren, ist die Installation ein mögliches Mittel, um sie nochmal zu Nachdenken zu bringen. (Quelle: W&V)“

Mein seit 25 Jahren währendes Leben als Rollstuhlfahrer hat mich so gelassen gemacht, dass mich die Art und Weise um für Prävention zu sorgen nicht sehr stört, nur das die Methode, die das sogenannte Rollstuhl-Feeling transportiert, eine Kloschüssel mit Rädern ist, brachte mich dann doch lauthals zum Lachen.

Weiterführende Informationen:
Artikel: WC mit Rollstuhl-Feeling: Kampagne gegen Alkohol am Steuer
Kampagne bei Facebook: Ich fahr klar
Kloschüssel mit Rädern


4hc – Hilfsmittel für alle Lebenslagen

Die 4hc Hilfsmittel Datenbank ist Online!!!

Dort findest du Produktvorstellungen von Firmen aus dem Hilfsmittelbereich für Menschen mit Behinderung. Diese Rubrik startet überwiegend mit Vorstellungen von Rollstühlen und wird im Laufe der Zeit nach und nach sukzessive erweitert.

… zur Hilfsmittel Datenbank

Du brauchst einen neuen Rollstuhl?

 Dann wird es sich lohnen immer mal in die 4hc Hilfsmittel – Datenbank zu schauen. Hier kannst Du Dich informieren und findest eine Übersicht der neuesten Modelle auf dem Markt von MEYRA, Otto Bock, Sorg, Schwalbe, ……., um für Dich den passenden zu finden.

Vorteile der 4hc Hilfmittel Datenbank

Es ist eine „Win-Win-Situation“ für alle, der Leser ist immer auf dem neuesten Stand, die Hersteller können ihre neuesten Produkte vorstellen und für 4hc fällt noch ein wenig Geld ab.

Was passiert mit dem Geld?

 Ich persönlich werde mir nie einen Cent aus den Umsätzen nehmen, es wird ausschließlich zur Weiterentwicklung des 4hc Blogs genutzt und überschüssige Gelder werden an gemeinnützige Einrichtungen gespendet.

Wer bekommt das Geld?

Das wird von KM2 >> und den Bloggern bei 4hc wertneutral und unvoreingenommen entschieden. In Betracht kommen gemeinnützige Vereine, Verbände und öffentliche Veranstaltungen mit Bezug zum Thema Behinderung.

Wo sehe ich das?

Es ist ein Spendenzähler mit der Gesamtsumme auf der Eingangsseite rechts implementiert und in der Rubrik “4hc & KM2 spenden …” werden sie einzeln dokumentiert.

 

Ich hoffe, dass diese Datenbank bei den Lesern und Herstellern gut angenommen wird, denn aus vielen Kleinigkeiten kann irgendwann etwas ganz Großes werden.


WheelMate Smartphone-App

Wer als behinderter Mensch verreist und eine barrierefreie Toilette braucht weiß wie schwer es ist in der Minute der Not eine zu finden.

Die kostenlose Smartphone-App WheelMate ermöglicht Rollstuhlfahrern, barrierefreie Toiletten, zum Beispiel in Kneipen, Geschäften und Restaurants, zu finden und auch zu bewerten.

So hast du die Möglichkeit schon vor Antritt der Reise zu schauen wo sich diese befinden und man kommt nicht in Bedrängnis. Die App arbeitet mit GPS und zeigt dir auch in der nähe befindliche Behindertenparkplätze an, um ein leichteres Erreichen zu ermöglichen.

Du kannst auch barrierefreie Toiletten in deiner Umgebung in die App eingeben und nach verschiedenen Kriterien, wie zum Beispiel Hygiene bewerten, um anderen Menschen mit Behinderungen die Reise in deine Gegend zu erleichtern.

Weitere Informationen und Download:
WheelMate Smartphone-App


4hc & KM2 Spendentagebuch

 

Die Internetagentur KM2 >> aus Düsseldorf, mit der 4hc – for Handicapped schon seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeitet, entwickelt gerade die neue Rubrik „Hilfsmittel“, der Name ist noch nicht ganz klar.´

In dieser Rubrik werden vorerst die neuesten Rollstühle von namhaften Herstellern vorgestellt. Es ist eigentlich für alle von Vorteil, zum einen für die Rollstuhlfahrer unter den 4hc Lesern um immer auf dem neuesten Stand zu sein, was es neues auf dem Rollstuhlmarkt gibt, zum anderen bietet es den Herstellern die Möglichkeit diese zu präsentieren und nebenbei fällt noch ein wenig Geld für 4hc ab.

Was passiert mit dem Geld?
Ich persönlich werde mir nie einen Cent aus denn Umsätzen nehmen, es wird ausschließlich zur Weiterentwicklung des 4hc Blogs genutzt und überschüssige Gelder werden an gemeinnützige Einrichtungen gespendet.

Wer bekommt das Geld?
Das wird von KM2 >> und den Bloggern bei 4hc wertneutral und unvoreingenommen entschieden. In betracht kommen gemeinnützige Vereine, Verbände und öffentliche Veranstaltungen mit Bezug zum Thema Behinderung.

Wo sehe ich das?
Es wird ein Spendenzähler mit der Gesamtsumme auf der Eingangsseite implementiert und in der Rubrik „4hc & KM2 spenden …“ werden sie einzeln dokumentiert.

Ich hoffe, dass die kommende Rubrik bei den Lesern und Herstellern gut angenommen wird, den aus vielen Kleinigkeiten kann irgendwann etwas ganz Großes werden.