Kino-Tipp: Alles wird gut

Am 01. November 2012 startet Niko von Glasows neuer Film Alles wird gut in den Kinos. Der Trailer und die Story hören sich sehr vielversprechend an. Ich bin gespannt und werde mir den Film auf jeden Fall mal anschauen.

„Alle Schauspieler sind behindert, besonders die guten.“, sagt Niko von Glasow, der einzige kurzarmige Regisseur Deutschlands, und castet 14 Profis und Laien, Behinderte und Nicht-Behinderte für ein Theaterstück. Der Film NIKO VON GLASOWS ALLES WIRD GUT dokumentiert diesen nervenaufreibenden, dabei aber sehr bewegenden und äußerst lustigen Probenprozess. In dem Theaterstück, das von Null auf mit dem Team erarbeitet wird, geht es um Menschen mit den unterschiedlichsten „besonderen Bedürfnissen“, die es wagen wollen bei einer Castingshow aufzutreten.

So unterschiedlich sie sind, sind sie sich doch in Einem gleich: in ihrem Wunsch nach Anerkennung. Aus versicherungstechnischen Gründen werden sie in einen abseitsgelegenen Raum gebracht. Gemeinsam wartet man also, man beäugt sich, zerfleischt sich, unterstützt sich und verliebt sich. Zu dieser bunten Truppe stoßen aus diversen Gründen auch ein paar Nicht-Behinderte, und es wird bald nur allzu deutlich: Nur weil sie keine sicht-baren Defekte haben, heißt das noch lange nicht, dass sie normal sind?…

Niko von Glasow, der selber contergangeschädigt ist, hat sich bei der Erarbeitung des Stücks sehr nah an die Lebensläufe, Ängste und Sehnsüchte der Einzelnen gewagt. Das bringt nicht nur komische Verwirrungen mit sich, sondern auch Gefahren und Abgründe. Aber da er sich selbst nicht ausklammert, schafft er es wie kein anderer, Berührungsängste abzubauen und den Darstellern ein großes Geschenk zu machen: Dass das Publikum sie mit all ihrer Energie, ihrem Mut und vor allem mit ihrem Sinn für Humor wahrnimmt und mit ihnen weint und lacht.


Vorstadtkrokodile 2

Vorstadtkrokodile 2 FilmplakatAm 21.1.2010 lief er an, der neue Film von Regisseur Christian Ditter, der die 70er-Jahre-Geschichte von einer Kinderbande aus dem Ruhrgebiet pfiffig in die Jetztzeit brachte  und allen Unkenrufen zum Trotz einen wirklich sehenswerten Film ablieferte. Nun also ist Teil 2 im Kino. Grund genug für mich, ihn mit meiner Tochter anzuschauen und Euch zu berichten.

Schon vorab wurde der Film als „besonders wertvoll“ von der Bundesfilmstelle (was es alles gibt) bewertet.

Aber wir wollten uns ja selbst ein Bild machen.

Inzwischen ist die Bande also ein eingespieltes Team, der Rollifahrer Kai – inzwischen mit Handbike ausgerüstet – ist fester Bestandteil der Clique. Die dummen Sprüche, die er manchmal zu hören bekommt, trägt er mit Humor, einem ebenso großen Mundwerk und einer guten Portion Eigenironie.  „Klar gucke ich Deiner Mutter auf den Arsch. Ich sitze im Rollstuhl, ich schaue allen auf den Arsch, automatisch.“ (mehr …)

Geschrieben am von Katja

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