Promis sagen… Tanja Schmitz

Tanja SchmitzIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Einen Beitrag als Reaktion auf unsere Fragen zur Verfügung gestellt hat uns diesmal Tanja Schmitz, bekannt aus der „Lindenstraße“ und seit einigen Jahren aus der WDR-Fernsehserie „Die Anrheiner“, in der sie die Journalistin Britta Oberländer spielt.

Hier der Beitrag von Tanja Schmitz:

Hallo.
Auch ich muss mich entschuldigen, dass ich jetzt erst antworte. Ich hatte es mir ganz fest vorgenommen, es aber schlichweg zwischen all den Emails vergessen. Ja, so ist es, im schnellen Alltag unserer Gesellschaft funktionieren, Handy- und Email-Mania und was, wenn es dann plötzlich nicht mehr geht? Was, wenn es vielleicht nicht mehr geht, weil vielleicht meinem Kind etwas geschieht?
Ja, davor habe ich Angst. Ich habe eine Irrsinns-Angst, vielleicht im Alter an MS zu erkranken, mich nicht mehr bewegen zu können. Ich habe eine Irrsinns-Angst, dass meinem Kind etwas geschehen könnte.
Deshalb habe ich eine Hochachtung für alle Menschen, die mit ihrer Behinderung leben und lieben und bin immer wieder beschämt, wenn ich mein gesundes Leben und Körpergefühl als selbstverständlich nehme und vergesse, mich Tag für Tag zu bedanken, dass es so ist.

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Promis sagen… Rolf Berg

Rolf BergIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Einen eigenen Beitrag als Reaktion auf unsere Fragen zur Verfügung gestellt hat uns diesmal Rolf Berg, bekannt als langjähriger Darsteller aus der WDR-Fernsehserie „Die Anrheiner“. Er spielt dort den Geschäftsmann Josef Krings.

Hier der Beitrag von Rolf Berg:

Ich bin in den 50er Jahren geboren, in dieser und auch noch in der Folgezeit war das Thema „Behinderung“ eher ein Tabuthema.
Menschen mit Behinderungen wurden bemitleidet, auf Grund dessen nicht ernst genommen, nicht als Partner wahrgenommen, man musste sich um sie „kümmern“.
Dadurch fand eine „Bewertung“ statt, relativ egal, um welche Art der Behinderung es sich handelte. (mehr …)


Promis sagen… Liz Baffoe

Liz BaffoeIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Einen Beitrag zur Verfügung gestellt hat uns diesmal Liz Baffoe, bekannt als Mary aus der „Lindenstraße“ sowie aktuell „Die Anrheiner“, wo sie die Kioskbetreiberin Hadiya Wedekind spielt. Sie ist derzeit auch zu sehen in der Kinder-/Jugendserie „Schloss Einstein“.

Hier der Beitrag von Liz Baffoe:

Jeder von uns wird in seinem Leben in irgendeiner Form mit dem Thema Behinderung konfrontiert.
Dabei gibt es so viele Schicksale und Arten der Behinderung.
Entscheidend ist ein bewusster und offener Umgang damit.

In unserer Serie „Schloß Einstein“ hatten wir vor kurzem eine Gruppe behinderter Kinder zu Gast. Wir hatten alle sehr viel Spaß miteinander.

Ich bin selbst als Kind mit Gehörlosen aufgewachsen und konnte deshalb auch die Gebärdensprache, die ich leider, mangels Anwendung, wieder verlernt habe.
Diese Zeit war für mich dennoch eine große Bereicherung.

Ich interessiere mich sehr für Menschen und deren Geschichten und ich habe gelernt, worauf es im Umgang mit Behinderungen ankommt.
Menschlichkeit, Respekt füreinander und viel Geduld sind die Bausteine für ein Leben in Würde.
Dabei macht es für mich keinen Unterschied, ob jemand behindert ist, oder nicht.

www.liz-baffoe.de

Wir bedanken uns herzlich bei Liz Baffoe für ihren für 4hc verfassten Beitrag.

 


Promis sagen… Anna Ewelina

Anna EwelinaIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Über ihre Erfahrungen mit körperlicher Behinderung in ihrem eigenen familiären Umfeld erzählt uns hier die Schauspielerin und Musikerin Anna Ewelina, gegenwärtig zu sehen in der WDR-Fernsehserie „Die Anrheiner“. Sie spielt dort die Lara König.

Hier der Beitrag von Anna Ewelina:

Bis letztes Jahr hatte ich mich mit dem Thema Behinderung nicht beschäftigt.
Doch plötzlich passierte es – meine Mami fühlte sich eine Woche sehr schlecht. Übelkeit, Schwindelanfälle…und das obwohl sie sonst immer so gesund und richtig fit war. Plötzlich brach sie zusammen und wurde ins Krankenhaus gebracht.
Nach vielen quälenden Stunden der Ungewissheit war klar  – Es ist Borreliose…und jetzt kommt´s: Verursacht durch einen Zeckenbiss vor 8 Jahren!!! Dieser Zeckenbiss hatte sich damals entzündet, meine Mum hatte aber die verschriebenen Antibiotika nicht zu Ende genommen…und somit den Bakterien eine Chance gegeben ihr Unwesen zu treiben…

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Promis sagen… Conrad Risch

Conrad RischIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Zu seiner aktuellen Tätigkeit im Zivildienst äußert sich hier Conrad Risch, bekannt als Darsteller aus der WDR-Fernsehserie „Die Anrheiner“. Er spielt dort den Max Steinmann. (Foto: u. grohs)

Hier der Beitrag von Conrad Risch:

Ich leiste momentan meinen Zivildienst in einer Behindertenschule und sammele so meine ersten Erfahrungen mit Behinderten. Ich denke im Laufe des nächsten halben Jahres werde ich noch viele, viele weitere Erfahrungen machen. Doch ich kann jetzt schon sagen, dass es Erfahrungen sein werden, die einem weiterhelfen. Wenn man in der Familie oder im Bekanntenkreis keinen Kontakt zu Behinderten hat, ist es natürlich schwer mit Behinderten in Kontakt zu treten, es sei denn, man entscheidet sich mit ihnen zu arbeiten. Genau das habe ich mir überlegt und ich kann jedem empfehlen diesen Schritt zu gehen. Denn es ist ein echt gutes Gefühl, wenn man hart arbeitet, dafür aber auch ehrliche Anerkennung bekommt.

Ich hab sehr viel Spaß an meiner derzeitigen Tätigkeit und hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck davon geben.

Gruß, Conrad Risch.

» Conrad Risch bei der Agentur zentralbüro

Wir bedanken uns herzlich bei Conrad Risch für seinen für 4hc verfassten Beitrag.

 


Promis sagen… Julia Beerhold

Julia BeerholdIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Einen ausführlichen Beitrag als Reaktion auf unsere Fragen zur Verfügung gestellt hat uns hier Julia Beerhold, bekannt als langjährige Darstellerin aus der WDR-Fernsehserie „Die Anrheiner“. Sie spielt dort die Karin Radke. (Foto: Jeanne Degraa)

Hier der Beitrag von Julia Beerhold:

Zum Thema Behinderung fällt mir als erstes immer eine Geschichte ein, die mir meine Freundin Susanne vor etlichen Jahren erzählt hat. Sie ist Lehrerin für lernbehinderte Kinder. Einige Schüler waren mal traurig, weil sie von anderen Kindern wegen ihrer Behinderung gehänselt wurden. Meine Freundin stellte sich vor die Klasse und sagte: „Gut, dann sammeln wir jetzt mal alle Arten von Behinderungen, die wir kennen. Fangen wir mit mir an. Bin ich behindert?“ Die Kinder verneinten natürlich. „Doch, ich bin auch behindert. Ich habe eine Brille. Also bin ich sehbehindert. Was gibt es noch für Behinderungen? Lasst uns mal sammeln.“ Sie schrieb alles, was die Kinder sagten, an die Tafel. Als die Kinder der Meinung waren, alle möglichen Behinderungen aufgeschrieben zu haben, sagte meine Freundin: „Nein, eine fehlt noch. Die häufigste. Unter der die meisten Menschen leiden, viele, ohne es zu bemerken. – Die Charakterbehinderung! Das ist die einzig schlimme.“

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