Rollstuhlfahrer-Parcours im Kletterpark

Foto: Copyright SKYPARK. Einweisung für den Rollstuhlfahrer-Parcours

Foto: Copyright SKYPARK. Einweisung für den Rollstuhlfahrer-Parcours

Ein hochgelegener Hindernis-Parcours im Kletterpark und Rollstühle passen eigentlich nicht zusammen. Denkt man. Der SKYPARK in Schwäbisch Gmünd bei Stuttgart macht es jedoch möglich und bietet spezielle Rollstuhlfahrer-Parcours mit echtem Herausforderungspotential an. Für mich ist es leider aufgrund meiner aktuellen körperlichen Verfassung nichts, dennoch begeistert mich diese Idee. Der Park bietet Menschen, die im Rollstuhl sitzen, die Möglichkeit an Grenzen zu kommen und Herausforderungen unabhängig von Alltagshürden zu erleben. Bestes Training für Balance, Kraft, Ausdauer, Vertrauen und Überwindung. Aktive Sportler sind hier sicher schnell durch, doch für die ist der Kurs auch nicht gemacht.

Schaut selbst:

Übrigens werde ich oft gefragt, wie man im Rollstuhl sitzend überhaupt Sport machen kann. Die Frage erscheint mir von der Denke her immer etwas angestaubt und so amüsiere ich mich innerlich schon manchmal. Vom Klassiker schlechthin, den Paralympischen Sommer- und Winterspielen hat sicher jeder schon mal was gehört. Es gibt viele begeisterte Handbiker, Vereinssport wie beispielsweise Rollstuhlhandball (übrigens auch hier in Düsseldorf) oder Sport im Fitnessstudio. Viele Studios kombinieren inzwischen auch Sport und Reha bzw. Physiotherapie miteinander, was ich gerade in Sachen der Inklusion mehr als gut finde. Gemeinsam macht es eben mehr Spaß – das ist auch dicht an Wertschätzung gekoppelt. Wir sind keine Außenseiter, sondern Menschen mit Handicap.

Zu guter Letzt sind die Sport-Angebote für Menschen mit Handicap glücklicherweise nicht mehr so rar gesät, wie dies noch vor zwanzig Jahren der Fall war. Das ist nicht nur verdammt gut, sondern zusätzlich auch extrem wichtig. Der Frühling kommt und ich freue mich jetzt schon auf mehr Bewegung an der frischen Luft, die ich gemeinsam mit meinem Hund genießen werde.


Sommer – Paralympics 2012 in London

Die XIV. Paralympischen Sommerspiele werden vom 29. August bis 9. September 2012 in London, im Anschluss an die Olympischen Spiele der „Fußgänger“ ausgetragen. Es werden ca. 4.200 Sportler aus 165 Nationen erwartet, die sich in 20 Sportarten mit insgesamt 503 Wettkämpfen messen.

Der Begriff Paralympics setzt sich aus dem griechischen Wort Para (neben) und Olympics zusammen, um die Nähe zur olympischen Bewegung und das Nebeneinander der Spiele zum Ausdruck zu bringen. Offiziell wurde er zum ersten Mal 1988 mit den Olympischen Spielen in Korea verwendet, zuvor sprach man von „Olympiade der Behinderten“, „Weltspielen der Gelähmten“, oder „Weltspielen der Behinderten“.

Es ist schon erstaunlich welches Ausmaß die Paralympics seit ihrer Entstehung im Jahre 1948 in Aylesburi, England, erreicht haben. Damals noch Sportspiele für Rollstuhlfahrer, die durch den deutschstämmigen Sir Ludwig Guttmann initiiert wurden und gleichzeitig stattfanden.

Mit der Olympiade 1960 in Rom wurden die „Weltspiele der Gelähmten“ alle vier Jahre, jedoch immer ein paar Wochen danach und oft auch nicht am selben Ort, ausgetragen. Erst seit den Sommer – Paralympics 1988 finden die Spiele regelmäßig auch am selben Ort wie die Olympischen Spiele statt.

Zum ersten Mal werden die Olympischen Sommerspiele und die Paralympischen Spiele 2012 von Anfang an gemeinsam geplant und für weitere Bewerbungen  müssen Städte auch die Ausrichtung der Paralympics bei der Planung berücksichtigen, die laut Vereinbarung immer drei Wochen danach stattfinden werden.

Es ist schön zu sehen wie sich der rote Faden der Integration mit dem Behindertensport verbindet und sich das Event mit immer größerer Medienpräsenz der Welt präsentiert.

 

Weitere Infos rund um die Paralympics:

Aktuelles von den Paralympics
Die Paralympics 2012 bei ARD und ZDF
Paralympics am Radio erleben