Promis sagen… Markus Maria Profitlich

In der Serie “Promis sagen…” lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema “Behinderung” mitteilen möchten.

Geschrieben hat mir diesmal Markus Maria Profitlich bekannt aus dem Fernsehen, wie zum Beispiel der „Wochenschow“, „Mensch Markus“ oder mit seiner aktuellen Bühnentour „Stehaufmännchen“.

 

Hier meine Fragen an Markus Maria Profitlich:

Haben Sie bei Ihrer Arbeit oder auch im Privatleben persönlich Erfahrung mit Behinderung oder behinderten Menschen gemacht? Hat dies Ihre innere Haltung zu diesem Thema beeinflusst oder gar zu einer neuen Lebensauffassung geführt?

Ich habe sowohl in meinem Privatleben wie auch bei der Arbeit persönliche Erfahrungen mit behinderten Menschen gemacht.

Meine innere Haltung wurde von meinen Eltern geprägt, die sehr sozial eingestellt waren, wo es egal war, ob der andere schwarz oder gelb, mit Krücken oder im Rolls Royce kam. Außerdem habe ich auf meinen Tourneen in den letzten Jahren immer wieder  Kontakt  mit Menschen, die an körperlichen oder geistigen Behinderungen leiden. (mehr …)


Promis sagen … Roberto Blanco

 

In der Serie “Promis sagen…” lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema “Behinderung” mitteilen möchten.

Geschrieben hat mir diesmal der Sänger Roberto Blanco seit vielen Jahren bekannt mit großen Hits.

Hier der Beitrag von Roberto Blanco:

Für Menschen die uns ein Vorbild sein können:

Einer meiner besten Freunde sitzt in Rollstuhl. Nie war mir so bewusst wie schwer das Leben ist, wenn man körperlich in der Mobilität begrenzt ist, bis ich ihn kennengelernt habe. Ich habe durch seine Behinderung erstmals tief gefühlt, was für eine Freude und Wertschätzung der Mensch für gewöhnliche Dinge haben sollte.

Am Morgen aufzustehen, sich Zeit für einander zu nehmen, dem anderen die Hand zu schütteln, für einen anderen da zu sein. Auch den kompletten Einsatz der körperlichen Leistung als Einheit mit der Seele, habe ich neulich an Ihm bewundert.

Ihr könnt, wenn Ihr es wollt, ein Vorbild für uns alle sein. Mit einem starken Willen, Ehrgeiz, Durchsetzungsvermögen und der Stolz ein guter Menschen zu sein.

Diese wichtige und wunderbare Erkenntnis verdanke ich meinem Freund! Sein Lachen wird für mich unvergesslich bleiben.

In Liebe Eurer, Roberto Blanco.

Ich bedanke mich herzlich bei Roberto Blanco für seinen für 4hc verfassten Beitrag.

Weiterführende Links:
Homepage Roberto Blanco


Promis sagen … Susanne Pätzold

In der Serie “Promis sagen…” lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema “Behinderung” mitteilen möchten.

Geschrieben hat mir diesmal Susanne Pätzold, bekannt als Comedian aus „Switch reloaded“ (Pro7).

 

Hier der Beitrag von Susanne Pätzold:

Vor einiger Zeit unterhielt ich mich mit einer Bekannten auf der Straße, als uns ein Mann passierte. Er hatte spastische Lähmungen, verkrampfte Gesichtszüge und bewegte sich sehr mühsam. Meine Bekannte war vollkommen mitgenommen von dem Anblick, wurde tieftraurig und sagte: „Oh mein Gott, der arme Mann.“

Dieser kleine Moment hat mich sehr beschäftigt. Zum einen befürchtete ich, der Mann hätte diesen Ausspruch vielleicht gehört. Viel mehr noch war ich aber irritiert über mich selbst. Ich war schockiert über die selbstverständliche Einsortierung eines wildfremden Menschen, die meine Bekannte vorgenommen hatte.  Aber auch ich fühlte, wenn ich ehrlich war, eine gewisse Traurigkeit angesichts des Mannes.

Ich bin davon überzeugt, dass äußere Bedingungen nichts über das Lebensgefühl eines Menschen verraten. Ob ein Mensch mit seinem Schicksal hadert oder mit sich und der Welt im Reinen ist, entzieht sich vollständig der Einschätzung  anderer. Daran hat mich dieser Moment erinnert und ich laufe wieder mit anderen Augen durch die Gegend.

Ich bedanke mich herzlich bei Susanne Pätzold für ihren für 4hc verfassten Beitrag.

Weiterführende Links:
Homepage Susanne Pätzold


Promis sagen … Roland Kaiser

 

In der Serie “Promis sagen…” lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema “Behinderung” mitteilen möchten.

Geschrieben hat mir diesmal Roland Kaiser, bekannt als Sänger mit vielen großen Hits.

Hier der Beitrag von Roland Kaiser:

Ein gesundheitliches Handicap verändert das Leben von betroffenen Menschen und deren Angehörigen. Viele Fragen zur Diagnose, Behandlung und zum Umgang mit der Erkrankung entstehen. Neben der ärztlichen Beratung bieten Patientenorganisationen und Foren viele hilfreiche Informationen – ich möchte alle Betroffenen und Angehörigen ermutigen, den Austausch mit ebenfalls Betroffenen zu suchen.

Es tut gut zu wissen, dass man mit seine Sorgen, Nöten und Ängsten nicht alleine dasteht, sondern diese mit anderen teilen kann. Das macht Mut und gibt Kraft. Durch den offensiven Umgang mit meiner eigenen Erkrankung COPD hatte ich mehr Freiheit im Umgang mit meiner Behinderung gewonnen, die Aufklärung meiner Umgebung hat auch mir im Alltag „mehr Luft zum Atmen“ gegeben.

Nachdem ich das unfassbare Glück hatte, geheilt werden zu können, hoffe ich durch mein Engagement für Patientenorganisationen sowie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) dazu beizutragen, dass Mitmenschen mit einem Handicap davon erfahren, dass sie bundesweit Anlaufstellen haben, bei denen sie Rat, Trost und Zuspruch finden.

Aufklärung, Früherkennung und der Austausch mit qualifizierten, aber vor allem auch Anteil nehmenden Mitmenschen sind unerlässlich im Umgang mit Erkrankung, die viel Kraft und Mut erfordert. Mein Respekt gilt vor allem als vormals Betroffener allen, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv für Mitmenschen einsetzen, die dringend auf unsere Unterstützung angewiesen sind.

Ich bedanke mich herzlich bei Roland Kaiser für ihren für 4hc verfassten Beitrag.

Weiterführende Links:
Homepage Roland Kaiser


Promis sagen … Bärbel Schäfer

In der Serie “Promis sagen…” lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema “Behinderung” mitteilen möchten.

Geschrieben hat mir diesmal Bärbel Schäfer, bekannt als Radiomoderatorin (HR 3), Fernsehmoderatorin (RTL) sowie als Roman- und Sachbuchautorin.

 

Hier der Beitrag von Bärbel Schäfer:

Meine Kollegin Lili sitzt im Rollstuhl. Es ist ihr Alltag, nicht meiner. Dennoch erlebe ich ihre Realität im Rollstuhl unmittelbar mit, wenn wir gemeinsam arbeiten. Ich sehe plötzlich überall Stufen, Verkehrspoller, viel zu schmale Türrahmen die mir vorher nicht aufgefallen sind.  Für jeden Rollifahrer  ist das Alltag, ich nehme sie durch Lili erst wahr.

Es gibt viele unterschiedliche Wirklichkeiten im Alltag,  Lilis ist eben auch von mitleidigen Blicken und der bedrückenden Schwere des Schweigens begleitet. Die Mitmenschen glotzen, bieten selten konstruktive Hilfe an, sind sogar fast schüchtern im Umgang mit ihr. Oder, das ist das Schlimmste,  es kommt triefendes Mitleid.

Kaum einer traut sich sie direkt zu fragen, „was ist passiert, warum sitzt du eigentlich im Rollstuhl“? Der Umgang mit Nichtfußgängern wirkt auf mich beinahe ein wenig verklemmt.

Am Abend eines gemeinsamen Arbeitstages, der nicht am Redaktionstisch stattfand, spüre ich den Muskelkater in meinen Armen. Für den Muskelschmerz bin ich dankbar, für stufenreiche Büroeingänge eher weniger.

Was würde Lili darum geben, in ihren tauben Beinen mal wieder Muskelkater zu spüren. Ich weiß nicht, wie es ist immer rollend durch die Welt zu fahren, ich weiß nur dass Lili Mutter zweier Töchter, Ehefrau, Schwester, Freundin, Kollegin , Autofahrerin, Nachbarin , Vereinskameradin und vieles mehr ist, eben nicht nur die Rollstuhlfahrerin.

Wird Zeit, dass wir das alle endlich mal beginnen zu kapieren.

Ich bedanke mich herzlich bei Bärbel Schäfer für ihren für 4hc verfassten Beitrag.

Weiterführende Links:
Homepage Bärbel Schäfer


Promis sagen … Karyn von Ostholt

In der Serie “Promis sagen…” lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema “Behinderung” mitteilen möchten.

Geschrieben hat mir diesmal Karyn von Ostholt, bekannt aus Film & Fernsehen, aber auch an den Theatern Deutschlands aus Bühnenstücken wie Sein bester Freund, Da wird Daddy staunen, Herbstzeitlose und My Fair Lady.

 

Hier der Brief von Karyn von Ostholt:

Sehr geehrter Herr Link,

mit grossem Interesse las ich Ihren Brief. Nun muss ich Ihnen etwas erzählen:

Mein Mann war Präsident der Deutschen Post in Köln und wir mussten zu vielen offiziellen Veranstaltungen gehen. ich sage bewusst“ mussten“…vieles war einfach überflüssig. Wir wurden  auch zu einem Schwimmwettkampf Behinderter eingeladen. (mehr …)


Promis sagen… Vera Int-Veen

 

In der Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Auf meine Fragen geantwortet hat mir diesmal Vera Int-Veen, bekannt aus Sendungen wie „Vera am Mittag“ und „Helfer mit Herz“.

 

Hier meine Fragen an Vera Int-Veen:

Haben Sie bei Ihrer Arbeit oder auch im Privatleben persönlich Erfahrung mit Behinderung oder behinderten Menschen gemacht? Hat dies Ihre innere Haltung zu diesem Thema beeinflusst oder gar zu einer neuen Lebensauffassung geführt?

Ich bin von 15-20 Jahren auf eine Montessori-Schule gegangen. Dort haben Behinderte und Nichbehinderte alles miteinander geteilt und jeder war gleich, das hat meinen „natürlichen“ Umgang mit Behinderten natürlich sehr geprägt. Alles war in der Schule ganz normal, selbst der Sportunterricht, bei dem z.B. ALLE im Rollstuhl Basketball gespielt haben, damit jeder die gleiche Voraussetzung hat. (mehr …)


Promis sagen… Mirjam Heimann

Mirjam HeimannIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Auf unsere Fragen geantwortet hat uns diesmal Mirjam Heimann, bekannt aus der Sat.1-Telenovela „Eine wie keine“. Sie spielte dort die Rolle der Lindi Kurowski.

Hier der Beitrag von Mirjam Heimann:

Meine Schwester arbeitet als Sonderpädagogin an einer Schule für Lernbehinderte und engagierte sich lange Zeit für den CBF (Club Behinderter und ihrer Freunde) in Soest. Durch sie bin ich erst mit Menschen mit Behinderung in Kontakt gekommen. Behinderte Menschen kamen bis zu dieser Zeit nicht in meinem Leben vor. Der CBF war für mich damals eine einzigartige Möglichkeit, geistig und körperlich behinderte Menschen kennenzulernen und gemeinsam Zeit zu verbringen,  etwa mit Singen, Basteln oder auch mit dem Inszenieren kleiner Theaterstücke. Ich habe viele tolle und interessante, lustige und einfühlsame Männer und Frauen getroffen, die mich sehr warmherzig in ihren Club/Kreis aufgenommen haben. Diese Freundlichkeit hat mich tief beeindruckt.

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Promis sagen… Roswitha Schreiner

Roswitha SchreinerIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Auf unsere Fragen geantwortet hat uns diesmal Roswitha Schreiner, bekannt als langjährige Hauptdarstellerin in bekannten Serien wie „Liebling Kreuzberg“ und dem „Tatort“. Seit 2008 ist sie zu sehen in der ARD-Telenovela „Rote Rosen“, wo sie die Maike Becker spielt. (Foto: Björn Kommerell)

 

Hier unsere Fragen…

Haben Sie bei Ihrer Arbeit oder auch im Privatleben persönlich Erfahrung mit Behinderung oder behinderten Menschen gemacht? Hat dies Ihre innere Haltung zu diesem Thema beeinflusst oder gar zu einer neuen Lebensauffassung geführt?

Roswitha Schreiner: Die beiden Fragen sind für mich schwer zu beantworten, da ich kein selektierendes Verhalten behinderten Menschen gegenüber entgegenbringen mag-. (mehr …)


Promis sagen… Cosima Viola

Cosima ViolaIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Einen eigenen Beitrag als Reaktion auf unsere Fragen verfasst hat diesmal Cosima Viola, bekannt als langjährige Darstellerin aus der ARD-Fernsehserie „Lindenstraße“, wo sie die Jaqueline „Jack“ Aichinger spielt.

Hier der Beitrag von Cosima Viola:

Hallo,

als ich die Anfrage bekam, zum Thema Behinderung etwas Persönliches beizusteuern, fand ich das eine sehr gute und wichtige Sache!
Ich hatte zwei Jahre meiner Oberstufenzeit eine Mathenachhilfelehrerin, die im Rollstuhl sitzt.
Sie litt als Kleinkind und junger Mensch an Kinderlähmung.
Sie brachte sich mit Hilfe von Beinschienen und einem großen Lebenswillen das Laufen bei, um als 21jährige ein Leben wie jeder andere gesunde jugendliche Mensch führen zu können. Tragischerweise traf sie kurze Zeit später in ihrem jungen Leben ein weiterer sehr harter Schicksalsschlag. Sie wurde von einem betrunkenen Autofahrer angefahren und war nun wieder, und zwar endgültig, an den Rollstuhl gefesselt….
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