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	<title>4hc Blog &#187; Der alltägliche Wahnsinn</title>
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		<title>Vorstadtkrokodile 2</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 21:09:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der alltägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Gesichtet]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstadtkrokodile 2]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 21.1.2010 lief er an, der neue Film von Regisseur Christian Ditter, der die 70er-Jahre-Geschichte von einer Kinderbande aus dem Ruhrgebiet pfiffig in die Jetztzeit brachte  und allen Unkenrufen zum Trotz einen wirklich sehenswerten Film ablieferte. Nun also ist Teil 2 im Kino. Grund genug für mich, ihn mit meiner Tochter anzuschauen und Euch zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1216" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/Vorstadtkrokodile_2_Filmplakat.jpg" alt="Vorstadtkrokodile 2 Filmplakat" width="100" height="140" />Am 21.1.2010 lief er an, der neue Film von Regisseur Christian Ditter, der die 70er-Jahre-Geschichte von einer Kinderbande aus dem Ruhrgebiet pfiffig in die Jetztzeit brachte  und allen Unkenrufen zum Trotz einen <a href="http://www.4hc.de/blog/2009/11/10/die-vorstadtkrokodile-reloaded-%E2%80%93-oder-ich-werde-doch-noch-nicht-alt.html">wirklich sehenswerten Film</a> ablieferte. Nun also ist Teil 2 im Kino. Grund genug für mich, ihn mit meiner Tochter anzuschauen und Euch zu berichten.</p>
<p>Schon vorab wurde der Film als „besonders wertvoll“ von der Bundesfilmstelle (was es alles gibt) bewertet.</p>
<p><span style="color: #3399ff"><strong>Aber wir wollten uns ja selbst ein Bild machen.</strong></span></p>
<p>Inzwischen ist die Bande also ein eingespieltes Team, der Rollifahrer Kai – inzwischen mit Handbike ausgerüstet &#8211; ist fester Bestandteil der Clique. Die dummen Sprüche, die er manchmal zu hören bekommt, trägt er mit Humor, einem ebenso großen Mundwerk und einer guten Portion Eigenironie.  „Klar gucke ich Deiner Mutter auf den Arsch. Ich sitze im Rollstuhl, ich schaue allen auf den Arsch, automatisch.“<span id="more-1217"></span></p>
<p><a title="Kai mit Handbike spricht mit einem Mädchem © Constantin Film" rel="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_2_Szenenbild_02_700x498.jpg" href="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_2_Szenenbild_02_700x498.jpg" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1214 alignleft" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_2_Szenenbild_02_klein.jpg" alt="Kai mit Handbike spricht mit einem Mädchem © Constantin Film" width="140" height="100" /></a></p>
<p>In den Sommerferien suchen sie sich also ein neues Hauptquartier und werden in einem stillgelegten Bergwerk fündig. So weit so gut. Die Probleme fangen an, als den Eltern vom Bandenchef und seiner Schwester die Arbeitslosigkeit droht und sie wegziehen müssten. Dann würde die Bande auch keinen Bestand mehr haben. Durch einige Zufälle kommen die „Krokodile“ den Übeltätern, die sich mit Sabotage die Fabrik, die vielen hundert Menschen Arbeit bietet, ganz nach Haifischart unter den Nagel reißen wollen, auf die Schliche.  Wenn der Skandal aufgedeckt würde, könnte alles beim alten bleiben und der Wegzug von Olli und Maria könnte verhindert werden.</p>
<p>(Hier kommt dann doch wieder der alte Geist von Max von der Grün durch, der Erschaffer der Ur-Vorstadtkrokodile.  Und das, obwohl die Story ganz ohne sein Zutun entwickelt wurde, denn Max von der Grün ist bereits vor einigen Jahren verstorben.)</p>
<p>Um zu beweisen, dass die Täter die Maschinen per Computermanipulation lahmgelegt haben, versucht die Bande an<a title="Ein paar Jungs auf der Flucht vor einem Auto © Constantin Film" rel="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_2_Szenenbild_01_700x498.jpg" href="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_2_Szenenbild_01_700x498.jpg" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-1213" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_2_Szenenbild_01_klein.jpg" alt="Ein paar Jungs auf der Flucht vor einem Auto © Constantin Film" width="140" height="100" /></a> den USB-Stick zu kommen, auf dem alles gespeichert ist. Sand im Getriebe ist dabei zunächst die Cousine von Kai, die von den Eltern als Babysitterin engagiert wurde, und sich als Paris-Hilton-Kopie versucht. Zunächst denkt sie, dass alle aus der Bande behindert sein müssen und nervt auf ihren „Job“ als Aufpasserin angesprochen mit Ansagen wie: „Ein Praktikum bei Douglas bringt mehr, aber ich hab noch gar keine social skills in meinem Lebenslauf. Da bringt die Arbeit mit nem Behinderten einfach mehr.“ Irgendwann rafft sie aber, dass Kai keine Krankenschwester braucht und bei seinen Bandenkollegen echte Freundschaft erfährt. Dies stimmt die bisher so oberflächliche Zicke dann doch nachdenklich, und sie legt ihr überhebliches Verhalten ab.</p>
<p><a title="Kai steht mit ein paar Jungs vor einem Sportwagen © Constantin Film" rel="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_2_Szenenbild_03_700x498.jpg" href="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_2_Szenenbild_03_700x498.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-1215" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_2_Szenenbild_03_klein.jpg" alt="Kai steht mit ein paar Jungs vor einem Sportwagen © Constantin Film" width="140" height="100" /></a>Die Story lebt eigentlich von den Sprüchen und den jungen Hauptdarstellern, die ihren Job wirklich allesamt klasse machen. Da verzeiht man auch manch etwas überzogene Actionscene.  Kai und seine Cousine besiegen zwei der Bösewichte, die sie mit Baseballschlägern bedrohen, durch ihre als Kinder erworbenen Judokünste. Auch der Showdown mit Explosion im Bergwerk und einer rasanten Gruppenfahrt in einer Lore mit Stopp in der letzten Großdemo der Fabrikarbeiter mit Verkündigung des Happy-Ends ist für Erwachsene vielleicht ein Tick zu viel des Guten.</p>
<p>Dennoch hat auch mir der Film gefallen, denn er ist a) einfach kurzweilig und kommt b) niemals sauertöpfisch mit erhobenem Zeigefinger daher, wenn er den Kindern versucht, echte Werte wie Freundschaft und Zusammenhalt zu vermitteln. Denn das ist neben all der Sprüche und Action das eigentliche Thema: Die Kids akzeptieren sich mit all ihren kleinen Macken und Schwächen, und sie stehen füreinander ein, egal ob sie stottern, etwas übergewichtig, verliebt oder eben im Rollstuhl unterwegs sind.</p>
<p>Der <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0033QEUMW?ie=UTF8&amp;tag=4hcforhandica-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B0033QEUMW" target="_blank">Soundtrack</a><img style="border: medium none ! important; margin: 0px ! important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=4hcforhandica-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=B0033QEUMW" border="0" alt="" width="1" height="1" /> liefert mit Beiträgen von Luxuslärm und Virginia Jetzt auch keine schlechte Kost.</p>
<p><span style="color: #3399ff"><strong>Ach ja, meine Tochter fand den Film übrigens „mega-cool“.</strong></span></p>
<hr /><img src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/buch.gif" alt="Buch" width="48" height="32" /> <strong>Medientipps</strong></p>
<p><strong>»</strong> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0035EPRLA?ie=UTF8&amp;tag=4hcforhandica-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B0035EPRLA" target="_blank">Die Vorstadtkrokodile 2 (DVD)</a><img style="border: medium none ! important; margin: 0px ! important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=4hcforhandica-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=B0035EPRLA" border="0" alt="" width="1" height="1" /> (vorbestellbar)</p>
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<p><strong>»</strong> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0033QEUMW?ie=UTF8&amp;tag=4hcforhandica-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B0033QEUMW" target="_blank">Der Original-Soundtrack zum Film</a><img style="border: medium none ! important; margin: 0px ! important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=4hcforhandica-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=B0033QEUMW" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
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<p><strong>»</strong> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3570138984?ie=UTF8&amp;tag=4hcforhandica-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3570138984" target="_blank">Das Buch zum Film</a><img style="border: medium none ! important; margin: 0px ! important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=4hcforhandica-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3570138984" border="0" alt="" width="1" height="1" />, cbj, 160 Seiten, gebunden</p>
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		<title>„Hamwa nich bestellt, könnse wieder mitnehmen!“</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 11:17:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der alltägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Infektionskette]]></category>
		<category><![CDATA[Noro – Virus]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinegrippe]]></category>

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		<description><![CDATA[Schweinegrippe und  Noro – Virus im Fokus
H1N1, so die wissenschaftliche Bezeichnung für ein Virus, welches uns echt schweinisch krank machen kann.  Eine Impfung soll uns retten vor der gefürchteten Epidemie, der Auslöschung der Bevölkerung. Aber die Skepsis gegenüber einem schnell aus der Retorte gezogenen Impfstoff steht nach wie vor der Angst, an der Schweinegrippe zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #3399ff">Schweinegrippe und  Noro – Virus im Fokus</span></h2>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1191" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/Kreuz.gif" alt="Weißes Kreuz in rotem Kreis" width="48" height="48" />H1N1, so die wissenschaftliche Bezeichnung für ein Virus, welches uns echt schweinisch krank machen kann.  Eine Impfung soll uns retten vor der gefürchteten Epidemie, der Auslöschung der Bevölkerung. Aber die Skepsis gegenüber einem schnell aus der Retorte gezogenen Impfstoff steht nach wie vor der Angst, an der Schweinegrippe zu erkranken, gegenüber.</p>
<p><span style="color: #3399ff"><strong>Alles nur Panikmache gewesen?</strong></span></p>
<p>Die Impfverstärker im Serum, in der Fachwelt Adjuvantien genannt, können durchaus ordentliche Nebenwirkungen mit sich bringen. Dies können lokale Reaktionen an der Einstichstelle sein, aber eben auch grippeähnliche Symptome wie Kopfschmerz, hohes Fieber, Unwohlsein etc. sein.</p>
<p><strong><span style="color: #3399ff">Ist es dann nicht eigentlich egal, von was man letztendlich krank wird?</span></strong><span id="more-1187"></span></p>
<p>Empfohlen wird die Grippe vor allem immungeschwächten Personen, Schwangeren und der Gruppe der sogenannten Health Care Workers, also allen, die in irgendeiner Form Patientenkontakt haben. Schwangere werden aber zum Beispiel wegen der Nebenwirkungen ohne Impfverstärker, dafür 2-3mal geimpft.</p>
<p>Als Mitarbeiterin im Gesundheitswesen bin ich so unsicher wie alle anderen – ausserdem ungeimpft -  wie die<img class="alignright size-full wp-image-548" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/haus.gif" alt="Haus" width="48" height="48" /> meisten meiner Kollegen. Nicht einmal die Ärzte im Kollegenkreis sind sich einig, dass Impfen Sinn macht. Die geimpften erkennt man übrigens entweder an der prompten Krankmeldung  oder am schmerzverzerrten Gesicht, weil der Arm noch tagelang danach wehtut.</p>
<p>Das Virus würde doch schnell mutieren,, so eine Kollegin aus dem ärztlichen Kreis. Am Ende hat man sich die Impfung mit den möglichen unangenehmen Folgen angetan und das Virus lacht einen schnöde aus, weil es nach ausgiebigem Shopping ein neues Outfit hat und vom geimpften Körper nicht „erkannt“ wird. Und dann liegt man eben doch im Bett.</p>
<p>Die anderen (vorwiegend Vertreter der Behörden und Pharmafirmen) behaupten wiederum, dass der geimpfte Körper auch das Virus in neuer Aufmachung noch wirkungsvoll abwehren kann.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-170" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/fragezeichen.gif" alt="fragezeichen" width="48" height="48" />Ja, verdammte Hacke, wem soll ich denn nun glauben? Die völkermordende Epidemie ist bis jetzt nicht über uns gekommen – haben alle übertrieben? Im Bekannten- und Kollegenkreis hört man vereinzelt von Erkrankten, aber nicht bei allen wurde überhaupt auf H1N1 getestet. Auch daran merkt man letztendlich, dass dem Ganzen nun doch nicht eine solche Aufmerksamkeit geschenkt wird, oder?</p>
<p>Zu allem Überfluss ist mit der Kälte und dem Schnee noch eine andere Plage wieder aufgetaucht: Das Noro-Virus.  Hochansteckend. 100 Viruspartikel reichen aus. Inkubationszeit: wenige – 48 Stunden. Erbrechen und Durchfall für alles, was nicht bei 3 aufem Baum ist. Die gute Nachricht: Der Ausbruch kommt schnell und ist meist auch schnell erledigt. Die schlechte Nachricht: Es kann einen mehrfach erwischen und man macht jedes Mal die Hölle auf Erden durch.</p>
<p>Nur konsequente antivirale Hände- und Oberflächenhygiene können die Infektionskette unterbrechen. Das<img class="alignright size-full wp-image-415" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/smilie-hmmpf1.gif" alt="Smilie *hmmpf" width="32" height="32" /> Tückische ist die Zeit, in der man schon infiziert und ansteckend ist, aber noch keine Symptome spürt. Man kann sich also leider nicht 100%ig schützen.</p>
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		<title>Die Vorstadtkrokodile reloaded – oder ich werde doch noch nicht alt!</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 12:07:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der alltägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Gesichtet]]></category>
		<category><![CDATA[Klasse Kinderfilm]]></category>
		<category><![CDATA[reloaded]]></category>
		<category><![CDATA[Rollifahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstadtkrokodile]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer kennt sie nicht, die Vorstadtkrokodile, Helden unserer 70er-Jahre-Kindheit. Eine Bande, die sich aufmacht, ein Verbrechertrio zu stellen. Basierend auf dem Kinderroman von Max von der Grün, einem echten Ruhrpottler, erzählt der Film ohne erhobenen Zeigefinger vom Anderssein und von Integration. Kurt, der querschnittgelähmte Junge, hat Hannes bei seiner Mutprobe zufällig mit dem Fernrohr beobachtet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-952" title="Filmplakat der Vorstadtkrokodile © Constantin Film" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadtkrokodile1.jpg" alt="Filmplakat der Vorstadtkrokodile © Constantin Film" width="92" height="130" />Wer kennt sie nicht, die Vorstadtkrokodile, Helden unserer 70er-Jahre-Kindheit. Eine Bande, die sich aufmacht, ein Verbrechertrio zu stellen. Basierend auf dem Kinderroman von Max von der Grün, einem echten Ruhrpottler, erzählt der Film ohne erhobenen Zeigefinger vom Anderssein und von Integration. Kurt, der querschnittgelähmte Junge, hat Hannes bei seiner Mutprobe zufällig mit dem Fernrohr beobachtet und geistesgegenwärtig die Feuerwehr alarmiert, die ihn vom morschen Ziegeleidach rettet.</p>
<p>Hannes muss sich bedanken, ein erster noch unsicherer Kontakt entsteht, aber die Jungs mögen sich. Hannes, nun in die Bande aufgenommen, möchte auch seinen neuen Freund einbinden und stösst auf herben Widerstand. Den „Krüppel“, den will keiner dabeihaben…  <span id="more-893"></span></p>
<p><a title="Kai im Rollstuhl © Constantin Film" href="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_Szenenbild_02_700x498.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-915" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_Szenenbild_02_klein.jpg" alt="Filmszenenbild aus den Vorstadtkrokodilen" width="140" height="100" /></a>Erst als Kurt einen Einbruch beobachtet, wird er für die Bande interessant, und er erkämpft sich mit Köpfchen und Mut seinen Platz in der Bande.  Legendär Martin Semmelrogge als Bösewicht und sein Vater als fieser Minigolfplatzbesitzer. Legendär auch die Pinkelszene, als die Krokodile „echten“ Mut beweisen müssen und allesamt versagen außer dem einzigen Mädchen in der Truppe, das sich traut,  in einer prekären Lage beherzt „einzugreifen“.</p>
<p>Nun, knapp 30 Jahre später, wurde der Film von Christian Ditter modernisiert und neu aufgelegt. Mein erster Gedanke : „Jetzt wird ich alt!“.</p>
<p>Zweiter Gedanke: „Die haben auch vor nix Respekt!“</p>
<p>Ich war echt empört, als ich davon las, dass DER Film meiner Kindheit entweiht werden sollte.</p>
<p>Mit Hilfe meiner 11-jährigen Tochter habe ich mich aber tapfer der Herausforderung gestellt und mir den Film im Kino angesehen. Als Vergleich sollte sie dann den 77er-Film sehen, den ich vor Jahren auf VHS aufgenommen hatte und in einer Umzugskiste wiedergefunden habe.</p>
<p><a title="Kinder hocken hinter einer Hecke und beobachten etwas © Constantin Film" href="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_Szenenbild_01_700x498.jpg" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-913" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_Szenenbild_01_klein.jpg" alt="Filmszenenbild aus den Vorstadtkrokodilen" width="140" height="100" /></a>Tja, es wäre einfach, eine vernichtende Kritik zu schreiben. Einfach, aber unfair! Der Film wurde modernisiert, aber er bleibt am Leben dran.  Die Kids sind im Film so cool wie im wahren Leben, sie sprechen, wie sie  real sprechen, sie nehmen kein Blatt vor den Mund.  Sie sparen nicht mit Schimpfwörtern, sobald kein Erwachsener in der Nähe ist. Und sie lernen. Sie lernen, dass Kai (Kurt war als Name wohl zu oldschool) im Rollstuhl durchaus kein bemitleidenswerter Behinderter ist, der nichts leisten kann, sondern nicht nur was im Kopf hat, sondern auch ein ebenso großes Mundwerk besitzt wie sie selbst.</p>
<p>Sie lernen, dass sie zueinander halten müssen, um ans Ziel zu kommen. Und das alles geschieht so unverkrampft, mit viel Witz und doch irgendwie ernsthaft, dass man sie einfach mögen muss.</p>
<p>Na klar, jetzt haben sie Handys und allerlei Technik-Schnick-Schnack, aber das ist heute eben so. Einzig die Szene mit dem raketengesteuerten Rollstuhl ist ein wenig abgehoben – ansonsten bleibt der Film unterhaltend, stimmt an manchen Stellen nachdenklich und lädt immer wieder zum herzhaften Lachen ein.</p>
<p><a title="Kai steht vor zwei Motorradfahrern © Constantin Film" href="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_Szenenbild_03_700x498.jpg" target="_blank"><img class="size-full wp-image-914 alignleft" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/vorstadt_krokodile_Szenenbild_03_klein.jpg" alt="Filmszenenbild aus den Vorstadtkrokodilen" width="140" height="100" /></a>Erfreulich auch, dass keiner der Ochsenknecht-Sprösslinge besetzt wurde! Axel Stein war als Co-Gangster ein wenig verloren. Überraschend gut gespielt hat Smudo den Vater von Kai, der wiederum von einem Musikerkollege gespielt wurde. Im 77er-Film wurde der Rollifahrer von einem Mädchen mit <a title="Spina bifida" href="http://www.4hc.de/Handicaps/handicap-197/list-S/" target="_blank">Spina bifida</a> gespielt. Natürlich hatte ich auch hier Vorurteile, dass nur ein Rollifahrer einen Rollifahrer überzeugend spielen kann. Fabian Halbig jedoch, „laufender“ Drummer der Teenieband „Killerpilze“, spielt den Kai absolut grandios mit seinen 15 Jahren. Nicht zu Unrecht hat er sogar einen Preis als bester Nachwuchsschauspieler abgeräumt.  Dennoch wäre es schön gewesen, wenn man einen echten Rollifahrer für die Rolle hätte gewinnen können.</p>
<p>Rein sachlich gesehen, ist die Pinkelszene, nicht ganz korrekt gelungen, das war sie im alten Film aber auch nicht. Im 77-erFilm konnte der Rollifahrer „normal“ pinkeln. Dies ist bei einer <a title="Querschnittlähmung" href="http://www.4hc.de/Handicaps/handicap-185/list-Q/" target="_blank">Querschnittlähmung</a> so kaum möglich. Im modernisierten Film kommt immerhin das Wort „Reflexentleerung“ vor, in der Realität muss zur Blasenentleerung meist intermittierend katheterisiert werden.</p>
<p>Aber ok, das sind sachliche Schwächen, die ich nicht überbewerten will – ist ja schließlich doch ein Kinderfilm und kein Lehrstück für angehende Mediziner <img src='http://www.4hc.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Als Reminiszenz an den alten Film von Wolfgang Becker, spielt übrigens auch Martin Semmelrogge wieder mit, diesmal in den Fußstapfen seines Vaters – als oberspießiger Mingolfplatzbesitzer.</p>
<p><span style="color: #3399ff"><strong>Prädi“kat“: Klasse Kinderfilm, der auch Erwachsene unterhält!</strong></span></p>
<p>Zum Einblick unbedingt den <a title="Trailer zum Film" href="http://www.vorstadtkrokodile.film.de/trailer.html" target="_blank">Trailer</a> schauen. Viele Informationen findet Ihr auch auf der Webseite der <a title="Webseite der Vorstadtkrokodile" href="http://www.vorstadtkrokodile.film.de/">Vorstadtkrokodile</a>. Für die Fans ist auch schon <a href="http://www.4hc.de/blog/2010/01/23/vorstadtkrokodile-2.html">ein zweiter Teil</a> fertig, der am 21. Januar 2010 in die Kinos kommt.</p>
<hr /><img src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/buch.gif" alt="Buch" width="48" height="32" /> <strong>Medientipps</strong></p>
<p><strong>»</strong> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00213L4N6?ie=UTF8&amp;tag=4hcforhandica-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B00213L4N6" target="_blank">Die Vorstadtkrokodile (DVD)</a><img style="border: medium none  ! important;margin: 0px ! important" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=4hcforhandica-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=B00213L4N6" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Die Polizei – kein Freund und erst recht kein Helfer!</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 20:41:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der alltägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Freund]]></category>
		<category><![CDATA[Helfer]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtrally]]></category>

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		<description><![CDATA[Die folgende Begebenheit hat sich vor zwei Wochen zugetragen. Eigentlich war ich ja schon auf dem Heimweg…
Meinen Fahrradhelm hatte ich schon in der Hand, als ich mitbekam, dass ein Bewohner von unserer Kurzzeitpflege (ich arbeite 60% in einer Klinik für Geriatrie, 40% in einem Pflegeheim beim gleichen Träger) nicht aus dem ihn bringenden Taxi aussteigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die folgende Begebenheit hat sich vor zwei Wochen zugetragen. Eigentlich war ich ja schon auf dem Heimweg…</p>
<p>Meinen Fahrradhelm hatte ich schon in der Hand, als ich mitbekam, dass ein Bewohner von unserer Kurzzeitpflege (ich arbeite 60% in einer Klinik für Geriatrie, 40% in einem Pflegeheim beim gleichen Träger) nicht aus dem ihn bringenden Taxi aussteigen wollte.</p>
<p>Er ist zur Kurzzeitpflege bei uns angemeldet gewesen, weil seine Frau, die den <a title="Demenz" href="http://www.4hc.de/Handicaps/handicap-37/list-D/" target="_blank">demenzerkrankten</a> Herrn seit zwei Jahren pflegte, dringend eine Kur benötigte. Soweit so gut. Tagsüber sollte er weiterhin in seiner Tagespflege betreut werden und von dort fuhr das Taxi inklusive Begleitperson nun zu uns. Er stieg nicht aus. Bockig wie ein Kind weigerte er sich.  Alle Ablenkungsversuche nutzten nichts.</p>
<p>Nach einer halben Stunde guten Zuredens stieg er dann doch endlich aus. Ich fühlte mich schon auf der sicheren Seite, aber als wir den Herrn ins Haus begleiten wollten, schlug er um sich und lief fort – Richtung Innenstadt.Der Begleitperson und mir gelang es nicht, ihn von einer Umkehr zu überzeugen.<span id="more-803"></span> Er wurde immer aggressiver und lief einfach weiter. Mir wurde klar, jetzt wird’s schwierig. Er drohte mir Schläge an, lief bei Rot über Hauptverkehrstrassen, war einfach in seinem Laufbedürfnis nicht zu bremsen.</p>
<p>Per Handy informierte ich den Wohnbereich und bat die Kollegen, die Polizei zu verständigen. Schließlich lag nun Eigen – und Fremdgefährdung vor, und wir brauchten dringend Hilfe. Brav liefen wir immer weiter hinterher, um ihn an Straßen zumindest kurz am Rüberlaufen zu hindern, in dem wir kurz seine Jacke fassten und deftige „Maulschellen“ riskierten.  Das war das einzige, was wir tun konnten in diesem Moment. Immer wieder informierte ich meine Kollegen, wo wir gerade waren und bat um Infoweitergabe an die uns hoffentlich bald findenden Staatsdiener…. Aber irgendwie kam keiner.</p>
<p>Das Ganze Gelaufe endete, nachdem Herr X sich müde gerannt hatte und schlicht nicht mehr weiterkonnte. Das war nach einer dreiviertel Stunde, wir hatten also ordentlich Strecke gemacht. Endlich wurde er friedlich und wir konnten ihn dazu bewegen in einem Dönerbüdchen Platz zu nehmen. Ein letzter Anruf, wo wir sind, ja, die Kollegen der Polizei kämen gleich…</p>
<p>Etwa 20 Minuten später liefen die Herrschaften total genervt auf. Ich schilderte Ihnen den Hergang und erntete erstmal gute Ratschläge, wie man mit Demenzpatienten umzugehen habe. Sie glaubten mir offensichtlich nicht, was sich bis dahin zugetragen hatte. Daran änderte auch nichts, dass die Begleitperson alles bestätigte. Wir standen da wie blöd.</p>
<p>Nunja, damit musste ich jetzt eben leben. Unser „Wegläufer“ war nun lammfromm, zugänglich, nur an seinen schweren Wortfindungsstörungen merkte man, dass er schon fortgeschritten erkrankt ist.</p>
<p>Jedenfall dachte ich, nun fahren uns unsere Freunde und Helfer zurück. Aber Pustekuchen. Herr X war inzwischen so entspannt, dass er unter sich uriniert hatte. Am Boden war eine eindeutige Lache zu erkennen, die der Dönerbudenbesitzer mit Großmut nahm, als ich ihn um einen Lappen bat. Er meinte ganz gelassen, das sei kein Problem, er wische es später auf. Dieser Mensch war der einzige Lichtblick, er blieb freundlich und zugewandt, obwohl man im grad ins Gaststübchen gepinkelt hatte.</p>
<p>Anders die Polizisten. <strong><span style="color: #3399ff">„So nehmen wir den nicht mit! Das geht nicht, da werden die Sitze beschmutzt!“</span></strong></p>
<p>Mir stand der Mund offen. Auch mein Vorschlag, etwas unterzulegen (in der Apotheke nebenan hätte ich Unterlagen geholt), wurde strikt abgelehnt. „Am Ende kriegt er noch nen epileptischen Anfall. So nehmen wir ihn nicht mit.“ – BASTA&#8217;</p>
<p>Meine Nachfragen, was sie mit den vielen Betrunkenen machen, die gerne mal ins Auto speien, wurde überhört. Ganz gnädig wollten sie uns dann einen Krankentransport rufen. Ich war einverstanden, inzwischen waren wir seit 2 Stunden unterwegs! Mein Handy war tot, Akku alle.</p>
<p>Der Rettungswagen (nicht, wie besprochen ein Krankentransport) kam dann nach 20 Minuten auch endlich. Wieder Diskussionen. Wir hätten da wohl ein Pflegeproblem, müssten unsere Leute schon besser beaufsichtigen etc. An guten, wenn auch inkompotenten Ratschlägen wurde hier auch nicht gespart. Dennoch wurde Herr X freundlich in den Rettungswagen gebracht, wo er auf eine Unterlage gesetzt wurde. Haleluja, es geht zurück – endlich!</p>
<p><strong><span style="color: #3399ff">„Jahaaaaa, wir fahren den Herrn gern heim, wer zahlt die 500 Euros? Ist ja schließlich kein Notfall!“</span></strong> so der kluge Rettungssanitäter.</p>
<p>In mir machte sich langsam Verzweiflung breit. Weil es so einen Spaß macht &#8211; erneute Diskussionen. Das Ende vom Lied war, dass der Sani ganz großzügig ein Taxi rief. Mir wurde gesagt, ich solle nun den Rand halten und nicht erwähnen, dass Herr X eingenässt sei. Schließlich könne der Taxifahrer ja seine Sitze reinigen lassen&#8230;</p>
<p>Ich war inzwischen so geschafft, dass ich das ganze Spielchen mit einem üblen schlechten Gewissen mitgespielt habe, nur um endlich den Herrn zurück in unsere Obhut bringen zu können.</p>
<p>Die ganze Sache hat insgesamt fast 3 Stunden gedauert. Und ich kann eins sagen: noch nie habe ich mich so hilflos gefühlt, bin nachhaltig so erschüttert worden. Die Unmenschlichkeit, die uns von „helfenden“ Berufsgruppenvertretern entgegen geschlagen ist, treibt mir heute noch die Tränen in die Augen.<img class="alignright size-full wp-image-151" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/smilie-traurig.gif" alt="Smilie traurig" width="32" height="32" /></p>
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		<title>Küss mich! Oder wie kleine Begebenheiten den grauen Alltag erhellen</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 18:43:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der alltägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Begebenheiten]]></category>
		<category><![CDATA[grauer Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Klinik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schon gesagt, der Alltag in der Klinik ist oft nicht nur anstrengend,  sondern auch traurig, herausfordernd, erschütternd. Heute möchte ich aber mal ein paar Anekdoten vom Stapel lassen. Auch mit lustigen Situationen werden wir immer wieder konfrontiert.
 
Da war zum Beispiel eine wirklich alte Dame (96, naja, in Jopi-Jahren noch blutjung). Sie redete nicht mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-548" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/haus.gif" alt="Haus" width="48" height="48" />Wie schon gesagt, der Alltag in der Klinik ist oft nicht nur anstrengend,  sondern auch traurig, herausfordernd, erschütternd. Heute möchte ich aber mal ein paar Anekdoten vom Stapel lassen. Auch mit lustigen Situationen werden wir immer wieder konfrontiert.<br />
 <br />
Da war zum Beispiel eine wirklich alte Dame (96, naja, in Jopi-Jahren noch blutjung). Sie redete nicht mit uns, nicht mit ihren Kindern und Enkeln, sie habe seit Monaten nichts mehr gesagt, so die Angehörigen. Jedenfalls waren wir mit dem Chef (knackige 60) zur Visite. Er beugt sich über die schlafende Schönheit und ruft (schwerhörig war sie ausserdem) ihr ins Ohr: „Guten Morgen!“ Die Patientin schlägt die Augen auf, schnappt sich den Kittel vom Chef, zieht ihn etwas näher an sich heran und haucht gebieterisch: „Küss mich!“</p>
<p>Ein anderes Mal traf es mich. Ich sprach mit einer reizenden, etwas verwirrten alten Dame. Sie strahlte mich an, sie mochte mich wohl und wollte mir was nettes sagen: „Sie haben so schöne Zähne! Die sind neu, gell?“ Ich, damals 32, Zahnstatus altersentsprechend, guckte dämlich, fasste mich aber und entgegnete: „ Nee, das sind noch meine eigenen.“ Sie nickte beiläufig und das Thema war erledigt.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-754" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/briefkasten.gif" alt="Briefkasten" width="48" height="48" />Zum Dritten: Wir müssen manchmal für Patienten beim Amtsgericht gesetzliche Betreuungen anregen. Dazu gehört ein Sozialbericht (von mir) und ein ärztliche Zeugnis. Irgendwie lese ich die ärztlichen Zeugnisse lieber nochmal durch, bevor ich sie ans Amtsgericht schicke. Tippfehler können manchmal das Verfahren ziemlich in die Länge ziehen…alles schon erlebt. Jedenfalls so las ich auch bei diesem Attest nochmal alles durch und gab es an die Ärztin zurück. Sie hatte bei den vielen Diagnosen beim Wort  „Nachtschweiss“ das w vergessen…</p>
<p>Und noch ein Bonmot aus der Ärzteschaft. Abschied einer Oberärztin, ein Kollege aus der Chirurgie fehlte.  Kommentar der Verabschiedeten: „ Der XY nagelt gerade nen Privaten (…).“ Anmerkung der Schreiberin für den Nichtmediziner, der Satz bedeutete: XY ist noch im OP und versorgt gerade einen Oberschenkelhalsbruch mit einem Gammanagel.</p>
<p><strong><span style="color: #3399ff;">Humor ist wenn man trotzdem lacht! <img class="alignright size-full wp-image-226" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/smilie_zwinkert.gif" alt="Smilie zwinkert" width="32" height="32" /></span></strong></p>
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		<title>Gestern standen wir noch vor dem Abgrund, heute sind wir schon einen Schritt weiter?</title>
		<link>http://www.4hc.de/blog/2009/10/05/gestern-standen-wir-noch-vor-dem-abgrund-heute-sind-wir-schon-einen-schritt-weiter.html</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 05:25:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der alltägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Frustration]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenkasse]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegekasse]]></category>
		<category><![CDATA[Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Verzweiflung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Team, zu dem ich gehöre, ist täglich konfrontiert mit Krankheit, Verzweiflung, Frustration, Abschied, Sterben. Als Klinikmitarbeiter spürt man dazu die Auswirkung leerer Kassen, DRGs („Fallpauschalen“), Personalnot, schlechter Bezahlung direkt und ungefiltert. Selten vergeht ein Tag, an dem ich als Sozialarbeiterin nicht gegenüber Patienten und Angehörigen rechtfertigen muss, dass der Entlasstermin bald naht und Lösungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Team, zu dem ich gehöre, ist täglich konfrontiert mit Krankheit, Verzweiflung, Frustration, Abschied, Sterben. Als Klinikmitarbeiter spürt man dazu die Auswirkung leerer Kassen, DRGs („Fallpauschalen“), Personalnot, schlechter Bezahlung direkt und ungefiltert. Selten vergeht ein Tag, an dem ich als Sozialarbeiterin nicht gegenüber Patienten und Angehörigen rechtfertigen muss, dass der Entlasstermin bald naht und Lösungen gefunden werden müssen. JETZT.</p>
<p>Täglich muss ich vor den Betroffenen ein System verteidigen, welches Pflegefälle quasi produziert, weil den alten Menschen im Schnitt einfach zu wenig Zeit zur Erholung und Rehabilitation nach Knochenbrüchen und Schlaganfällen etc. gewährt wird. Und wenn derjenige eben nicht innerhalb seiner ihm zugedachten DRG-Zeit halbwegs fit ist, dann heisst das häufig Pflegeantrag stellen und Kurzzeitpflege suchen. Zeit gewinnen. Zeit, in der dann nichts mehr vorangeht, weil der Hausarzt nur noch 6 mal Krankengymnastik aufschreibt.</p>
<p>Dabei werden hier nur Kosten „verschoben“. Die Krankenkasse ist mit ihrer Pauschale fein raus, die Pflegekasse muss ran.  Der Sinn dieser Umschichtung erschliesst sich mir auch nach fast 5 Jahren in der Klinik nicht.</p>
<p>Und trotzdem! Trotzdem geh ich jeden Tag wieder gerne zu „meinen“ Oldies. Zu einem Team von Mitarbeitern, die genau wie ich den Humor nicht verlieren und versuchen, das Beste für jeden Patienten aus seiner Situation herauszuholen, sie motivieren, nicht aufzugeben.</p>
<p>Mir ist dabei vollkommen klar, dass die Kostenträger im Grunde mit diesem hohen Einsatz der Mitarbeiter kalkulieren.</p>
<p>Und ich als kleines Rädchen im Getriebe, ich spiele das unfaire Spiel mit. Oft frage ich mich, ob das richtig so ist, ob wir nicht alle das fragile System zum Zusammenbruch bringen müssten, damit von Oben her endlich gehandelt wird und die Bedingungen für Patienten und Mitarbeiter verbessert werden.</p>
<p><span style="color: #3399ff;"><strong>Rette sich, wer kann? Sind wir eigentlich noch zu retten?</strong></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ambulant vor stationär – Ein schlechter Witz</title>
		<link>http://www.4hc.de/blog/2009/09/28/ambulant-vor-stationar-%e2%80%93-ein-schlechter-witz.html</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 05:51:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der alltägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Anspruch auf Lohnfortzahlung]]></category>
		<category><![CDATA[faire Entlohnung]]></category>
		<category><![CDATA[häusliche Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegereform]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegestufe]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Arbeitnehmer hat nach der neuen Pflegereform das Recht, sich in einer akuten Notsituation eines Angehörigen bis 10 Tage freistellen zu lassen, um eine adäquate Versorgung zu organisieren. Bei Betrieben ab 15 Mitarbeitern kann man sich einmalig für eine Pflegezeit von bis zu 6 Monaten freistellen lassen, um einen nahen Angehörigen mit mindestens Pflegestufe 1 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-548" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/haus.gif" alt="Haus" width="48" height="48" />Ein Arbeitnehmer hat nach der neuen Pflegereform das Recht, sich in einer akuten Notsituation eines Angehörigen bis 10 Tage freistellen zu lassen, um eine adäquate Versorgung zu organisieren. Bei Betrieben ab 15 Mitarbeitern kann man sich einmalig für eine Pflegezeit von bis zu 6 Monaten freistellen lassen, um einen nahen Angehörigen mit mindestens Pflegestufe 1 im häuslichen Bereich zu pflegen.</p>
<p><span style="color: #3399ff;"><strong>Hört sich ja erstmal gut an!</strong></span></p>
<p>In kleineren Betrieben darf der Chef diese Freistellung ablehnen. Das ist der erste Haken. Und es wird noch „hakeliger“: Egal wie,  in diesen Zeiten hat man keinerlei Anspruch auf Lohnfortzahlung. Die einzige Leistung, die man erhält, sind die Rentenversicherungsbeiträge und den Betrag für häusliche Pflege, die von der Pflegekasse des zu Pflegenden übernommen werden.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-137" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/paragraphenzeichen.gif" alt="paragraphenzeichen" width="48" height="48" />Seit einem Jahr ist dieses Gesetz in Kraft, und ich habe bisher in meiner Arbeit in der Klinik keinen einzigen Angehörigen kennengelernt, der es sich hätte leisten können, diese Pflegezeit in Anspruch zu nehmen.<br />
Dabei wäre die Bereitschaft durchaus vorhanden – aber den meisten ist es finanziell nicht vergönnt, sich mal eben 6 Monate aus der Erwerbstätigkeit zu verabschieden. Wenn hier keine Lösung gefunden wird, eine finanzielle Vergütung à la Erziehungsgeld zu erhalten, kann man diesen Teil der Pflegereform getrost in die  Tonne kloppen.</p>
<p>Auch der gesetzliche verankerte Grundsatz „ambulant vor stationär“ wird damit zum wiederholten  Mal mit Füssen getreten. Dies erkennt man auch daran, dass nach wie vor  Pflege durch Angehörige mit einem Taschengeld (Pflegestufe1 = 205 € im Monat) abgespeist wird, ein ambulanter immerhin mit der doppelten Leistung entlohnt wird und ein Pflegeheim mit 1023€ bezuschusst wird.</p>
<p>Ich denke, es könnten sehr viel mehr Pflegebedürftige zu Hause versorgt werden, wenn gleiche Leistung auch gleich bezahlt würde! Hier geht es ja nicht nur um eine annähernde faire Entlohnung der Pflegenden, sondern auch um die Möglichkeit, sich regelmäßig Entlastung „leisten“ zu können.<img class="alignright size-full wp-image-415" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/smilie-hmmpf1.gif" alt="Smilie *hmmpf" width="32" height="32" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ja, lohnt sich das denn überhaupt noch?</title>
		<link>http://www.4hc.de/blog/2009/09/20/ja-lohnt-sich-das-denn-uberhaupt-noch.html</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 17:30:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der alltägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegebett]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegekassensachbearbeiter]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegestufe]]></category>
		<category><![CDATA[Sterben zu Hause]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Frage wurde mir von einem Pflegekassensachbearbeiter gestellt, als ich für eine Frau in den 60ern, die unheilbar an Krebs erkrankt war, eine Pflegestufe und vor allem ein Pflegebett beantragt habe.
Ich bin ja sonst nicht aufs Maul gefallen, aber da blieb mir doch erst mal die Spucke weg.
Die Patienten war alleinlebend, hatte keine Kinder. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-170" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/fragezeichen.gif" alt="fragezeichen" width="48" height="48" />Diese Frage wurde mir von einem Pflegekassensachbearbeiter gestellt, als ich für eine Frau in den 60ern, die unheilbar an <a title="Krebs" href="http://www.4hc.de/Handicaps/handicap-83/list-K/" target="_blank">Krebs</a> erkrankt war, eine Pflegestufe und vor allem ein Pflegebett beantragt habe.<br />
Ich bin ja sonst nicht aufs Maul gefallen, aber da blieb mir doch erst mal die Spucke weg.</p>
<p>Die Patienten war alleinlebend, hatte keine Kinder. Aber sie hatte eine sehr patente Freundin und Nachbarin, die den Weg mit ihr  gehen wollte. Sie wollte ihr nicht nur das Sterben zu Hause ermöglichen, sondern ihr auch helfen, die verbliebene Zeit erfüllt nutzen zu können.</p>
<p><strong><span style="color: #3399ff;">„Ja, lohnt sich das denn überhaupt noch?“</span></strong></p>
<p>Selten hat ein mir unbekannter Mensch eine solche Wut in mir ausgelöst. Nachdem ich nach Luft geschnappt hatte und ihn gefragt habe, ob dies sein Ernst sei, antwortete der Sachbearbeiter mir: „Ja, kann sie denn nicht bei Euch (im Krankenhaus) sterben? Am Ende haben wir das Pflegebett geliefert und können es am nächsten Tag wieder abholen.“</p>
<p>Nachdem ich ihn gefragt habe, ob ich diese Aussage nun als Ablehnung werten dürfe und die Begründung gerne schriftlich hätte, hatte ich 10 Min. später die Bewilligung des Bettes per Fax auf dem Schreibtisch. Na also! Geht ja doch. </p>
<p>Die Patienten war übrigens noch volle 4 Monate zu Hause und ist dann dort umsorgt von der Freundin und einem Pflegedienst gestorben.</p>
<p>Zurück zur Ausgangsfrage: „Ja, lohnt sich das denn überhaupt noch?“ <span style="color: #3399ff;">Ab wann fängt es denn an, sich zu lohnen?</span><img class="alignright size-full wp-image-415" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/smilie-hmmpf1.gif" alt="Smilie *hmmpf" width="32" height="32" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der alltägliche Wahnsinn</title>
		<link>http://www.4hc.de/blog/2009/09/16/der-alltagliche-wahnsinn.html</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 10:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>4hc Blogger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der alltägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenverfügungen]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegeversicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Motto »Der alltägliche Wahnsinn« entsteht hier eine Rubrik, die über Anektoden,  Problemchen im und ums Krankenhaus, der Pflegeversicherung, von Patientenverfügungen, &#8230;&#8230;&#8230; erzählt, die im Berufsalltag einer Sozialpädagogin lauern können und einem die Arbeit nicht immer leicht machen. Lasst euch überraschen!!
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-548" title="Haus" src="http://www.4hc.de/blog/wp-content/uploads/haus.gif" alt="Haus" width="48" height="48" />Unter dem Motto »Der alltägliche Wahnsinn« entsteht hier eine Rubrik, die über Anektoden,  Problemchen im und ums Krankenhaus, der Pflegeversicherung, von Patientenverfügungen, &#8230;&#8230;&#8230; erzählt, die im Berufsalltag einer Sozialpädagogin lauern können und einem die Arbeit nicht immer leicht machen. Lasst euch überraschen!!</p>
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