Promis sagen… Mirjam Heimann

Mirjam HeimannIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Auf unsere Fragen geantwortet hat uns diesmal Mirjam Heimann, bekannt aus der Sat.1-Telenovela „Eine wie keine“. Sie spielte dort die Rolle der Lindi Kurowski.

Hier der Beitrag von Mirjam Heimann:

Meine Schwester arbeitet als Sonderpädagogin an einer Schule für Lernbehinderte und engagierte sich lange Zeit für den CBF (Club Behinderter und ihrer Freunde) in Soest. Durch sie bin ich erst mit Menschen mit Behinderung in Kontakt gekommen. Behinderte Menschen kamen bis zu dieser Zeit nicht in meinem Leben vor. Der CBF war für mich damals eine einzigartige Möglichkeit, geistig und körperlich behinderte Menschen kennenzulernen und gemeinsam Zeit zu verbringen,  etwa mit Singen, Basteln oder auch mit dem Inszenieren kleiner Theaterstücke. Ich habe viele tolle und interessante, lustige und einfühlsame Männer und Frauen getroffen, die mich sehr warmherzig in ihren Club/Kreis aufgenommen haben. Diese Freundlichkeit hat mich tief beeindruckt.

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Clemens Kuby: Unterwegs in die nächste Dimension

Buch 'Unterwegs in die nächste Dimension' von Clemens KubyClemens Kuby, Dokumentarfilmer und Publizist, reiste zwei Jahre lang um die Welt zu den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen, um für einen Film über Heiler und Schamanen Material zu sammeln. Unterwegs in die nächste Dimension – Meine Reise zu Heilern und Schamanen ist auch der Titel des Buchs zum Film, welches wir hier vorstellen.

 

Der Autor Clemens Kuby – Sohn des Publizisten Erich Kuby und Neffe des Physikers Werner Heisenberg – gehörte in den 1970er Jahren zu den Vordenkern und Mitbegründern der Grünen. Von den politischen Machtspielen und Intrigen in der Zeit unmittelbar nach der Parteigründung seelisch schwer mitgenommen, unternahm er im Alter von 33 Jahren einen Selbstmordversuch, mit resultierender Querschnittlähmung. Dieser – buchstäbliche – Bruch in seiner Biographie wurde zum Ausgangspunkt für ein Leben, das der Selbstheilung und spirituellen Suche gewidmet ist, beginnend mit seiner unwahrscheinlichen Genesung trotz zertrümmerten Lendenwirbels.

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Promis sagen… Roswitha Schreiner

Roswitha SchreinerIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Auf unsere Fragen geantwortet hat uns diesmal Roswitha Schreiner, bekannt als langjährige Hauptdarstellerin in bekannten Serien wie „Liebling Kreuzberg“ und dem „Tatort“. Seit 2008 ist sie zu sehen in der ARD-Telenovela „Rote Rosen“, wo sie die Maike Becker spielt. (Foto: Björn Kommerell)

 

Hier unsere Fragen…

Haben Sie bei Ihrer Arbeit oder auch im Privatleben persönlich Erfahrung mit Behinderung oder behinderten Menschen gemacht? Hat dies Ihre innere Haltung zu diesem Thema beeinflusst oder gar zu einer neuen Lebensauffassung geführt?

Roswitha Schreiner: Die beiden Fragen sind für mich schwer zu beantworten, da ich kein selektierendes Verhalten behinderten Menschen gegenüber entgegenbringen mag-. (mehr …)


Promis sagen… Cosima Viola

Cosima ViolaIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Einen eigenen Beitrag als Reaktion auf unsere Fragen verfasst hat diesmal Cosima Viola, bekannt als langjährige Darstellerin aus der ARD-Fernsehserie „Lindenstraße“, wo sie die Jaqueline „Jack“ Aichinger spielt.

Hier der Beitrag von Cosima Viola:

Hallo,

als ich die Anfrage bekam, zum Thema Behinderung etwas Persönliches beizusteuern, fand ich das eine sehr gute und wichtige Sache!
Ich hatte zwei Jahre meiner Oberstufenzeit eine Mathenachhilfelehrerin, die im Rollstuhl sitzt.
Sie litt als Kleinkind und junger Mensch an Kinderlähmung.
Sie brachte sich mit Hilfe von Beinschienen und einem großen Lebenswillen das Laufen bei, um als 21jährige ein Leben wie jeder andere gesunde jugendliche Mensch führen zu können. Tragischerweise traf sie kurze Zeit später in ihrem jungen Leben ein weiterer sehr harter Schicksalsschlag. Sie wurde von einem betrunkenen Autofahrer angefahren und war nun wieder, und zwar endgültig, an den Rollstuhl gefesselt….
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Promis sagen… Sascha Tschorn

Sascha TschornIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Einen eigenen Beitrag als Reaktion auf unsere Fragen verfasst hat diesmal Sascha Tschorn, derzeit zu sehen in der ARD-Telenovela „Rote Rosen“. Er spielt dort den Felix Siemers.

Hier der Beitrag von Sascha Tschorn:

M&M‘s vs. Integration

Im Grundschulalter war der Kontakt mit unterschiedlichen Behinderungen bereits fester Bestandteil meines Alltags.
Als Schüler des Integrationskonzeptes der Rothenburg Grundschule Berlin-Steglitz, in dem seh– und lernbehinderte sowie Kinder ohne Behinderung den gemeinsamen Unterricht bis heute bestreiten, hatte ich somit frühzeitig die Möglichkeit ein faires und gleichberechtigtes Miteinander zu lernen.

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Promis sagen… Tanja Schmitz

Tanja SchmitzIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Einen Beitrag als Reaktion auf unsere Fragen zur Verfügung gestellt hat uns diesmal Tanja Schmitz, bekannt aus der „Lindenstraße“ und seit einigen Jahren aus der WDR-Fernsehserie „Die Anrheiner“, in der sie die Journalistin Britta Oberländer spielt.

Hier der Beitrag von Tanja Schmitz:

Hallo.
Auch ich muss mich entschuldigen, dass ich jetzt erst antworte. Ich hatte es mir ganz fest vorgenommen, es aber schlichweg zwischen all den Emails vergessen. Ja, so ist es, im schnellen Alltag unserer Gesellschaft funktionieren, Handy- und Email-Mania und was, wenn es dann plötzlich nicht mehr geht? Was, wenn es vielleicht nicht mehr geht, weil vielleicht meinem Kind etwas geschieht?
Ja, davor habe ich Angst. Ich habe eine Irrsinns-Angst, vielleicht im Alter an MS zu erkranken, mich nicht mehr bewegen zu können. Ich habe eine Irrsinns-Angst, dass meinem Kind etwas geschehen könnte.
Deshalb habe ich eine Hochachtung für alle Menschen, die mit ihrer Behinderung leben und lieben und bin immer wieder beschämt, wenn ich mein gesundes Leben und Körpergefühl als selbstverständlich nehme und vergesse, mich Tag für Tag zu bedanken, dass es so ist.

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Sandra Schadek: „Ich bin eine Insel“

'Ich bin eine Insel' von Sandra Schadek Sandra Schadek, ALS-Betroffene und Verantwortliche einer preisgekrönten Website zum Thema, hat mit Ich bin eine Insel – Gefangen im eigenen Körper einen eindrücklichen Bericht über ihr Leben mit der Krankheit veröffentlicht. Wir haben das Buch gesichtet und stellen es hier vor.

Ich bin eine Insel ist der eigenhändig verfasste Bericht von Sandra Schadek über ihr Leben mit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) , einer chronisch fortschreitenden Erkrankung des Nervensystems, die meist innerhalb weniger Jahre zu fast völliger körperlicher Lähmung und oftmals auch einem frühen Tod führt. Bekannt ist die Krankheit in der Öffentlichkeit vor allem durch zwei prominente Betroffene – den bekannten Astrophysiker Stephen Hawking und den deutschen Künstler Jörg Immendorff, der 2007 an ALS verstarb. Die Ursache für das Auftreten von ALS ist unbekannt, die gängigen Therapien zielen hauptsächlich auf eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufs und eine Linderung der Symptome ab.

Sandra Schadek führte ein aktives, sport- und gesundheitsbetontes Leben, als mit Mitte zwanzig ohne erkennbare Ursache die ersten Symptome dieser heimtückischen Krankheit einsetzten. (mehr …)


Promis sagen… Christian Rudolf

Christian RudolfIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Einen eigenen Beitrag als Reaktion auf unsere Fragen verfasst hat diesmal Christian Rudolf, derzeit zu sehen in der ARD-Fernsehserie „Lindenstraße“. Er spielt dort den Jimi Stadler.

Hier der Beitrag von Christian Rudolf:

Entschuldigen Sie, daß ich erst jetzt antworte.
Ich habe dieses Thema verdrängt, Ihre e-mail weggeschoben.
Es nicht an mich herangelassen.
So wie man, wie selbstverständlich in den Tag hineinlebt, sich dann in den Finger schneidet, und merkt, wie „gehandicapped“ man plötzlich ist.
So sind die Menschen. So bin offensichtlich auch ich.
Aber NICHTS ist selbstverständlich.
Erst wenn irgendetwas passiert, wacht man auf und fängt an zu heulen.
Wohl denen, die dann noch das Ruder herumreißen können. (mehr …)


Promis sagen… Rolf Berg

Rolf BergIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Einen eigenen Beitrag als Reaktion auf unsere Fragen zur Verfügung gestellt hat uns diesmal Rolf Berg, bekannt als langjähriger Darsteller aus der WDR-Fernsehserie „Die Anrheiner“. Er spielt dort den Geschäftsmann Josef Krings.

Hier der Beitrag von Rolf Berg:

Ich bin in den 50er Jahren geboren, in dieser und auch noch in der Folgezeit war das Thema „Behinderung“ eher ein Tabuthema.
Menschen mit Behinderungen wurden bemitleidet, auf Grund dessen nicht ernst genommen, nicht als Partner wahrgenommen, man musste sich um sie „kümmern“.
Dadurch fand eine „Bewertung“ statt, relativ egal, um welche Art der Behinderung es sich handelte. (mehr …)


Promis sagen… Liz Baffoe

Liz BaffoeIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Einen Beitrag zur Verfügung gestellt hat uns diesmal Liz Baffoe, bekannt als Mary aus der „Lindenstraße“ sowie aktuell „Die Anrheiner“, wo sie die Kioskbetreiberin Hadiya Wedekind spielt. Sie ist derzeit auch zu sehen in der Kinder-/Jugendserie „Schloss Einstein“.

Hier der Beitrag von Liz Baffoe:

Jeder von uns wird in seinem Leben in irgendeiner Form mit dem Thema Behinderung konfrontiert.
Dabei gibt es so viele Schicksale und Arten der Behinderung.
Entscheidend ist ein bewusster und offener Umgang damit.

In unserer Serie „Schloß Einstein“ hatten wir vor kurzem eine Gruppe behinderter Kinder zu Gast. Wir hatten alle sehr viel Spaß miteinander.

Ich bin selbst als Kind mit Gehörlosen aufgewachsen und konnte deshalb auch die Gebärdensprache, die ich leider, mangels Anwendung, wieder verlernt habe.
Diese Zeit war für mich dennoch eine große Bereicherung.

Ich interessiere mich sehr für Menschen und deren Geschichten und ich habe gelernt, worauf es im Umgang mit Behinderungen ankommt.
Menschlichkeit, Respekt füreinander und viel Geduld sind die Bausteine für ein Leben in Würde.
Dabei macht es für mich keinen Unterschied, ob jemand behindert ist, oder nicht.

www.liz-baffoe.de

Wir bedanken uns herzlich bei Liz Baffoe für ihren für 4hc verfassten Beitrag.