Tiergestützte Therapie

Assistenzhunde sind vielen Menschen bekannt, doch Hunde können weit aus mehr für Menschen mit Behinderungen oder Krankheiten tun. In der tiergestützten Therapie finden die Vierbeiner beispielsweise Anwendung in den Bereichen Autismus und Schlaganfall. Im Städtischen Klinikum für Neurologie in München ist ein kleiner Dackel „Wastl“, der bei der Schlaganfallnachsorge assistiert. Er bewirkt, dass ein emotionaler Reiz entsteht, der zu einer verstärkten Hirnaktivität führt. Übungen zur Motorik oder Konzentration werden unterstützt. In der Praxis bedeutet dies, dass Patienten, die eine Raumhälfte nicht bewusst wahrnehmen, durch den Hund auf dieser Seite einen Reiz bekommen und darauf reagieren. Der Blick wandert dann automatisch zum Tier und die Seite wird aktiviert. Das besondere an Wastl ist nicht nur sein Feingefühl und seine Geduld für seine Patienten, sondern sein eigenes Handicap. Durch eine Bandscheiben-OP kann er seine Hinterbeine nicht mehr bewegen und hat einen Rollstuhl. Das hindert ihn jedoch nicht an seiner Arbeit und unterstützt das Team mit seinem Charme.

Kategorie: Allgemein

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