Yoga für Menschen mit Behinderung

Yoga – die Arbeit mit Körper, Atem und Geist. Diese Sportart erfordert eine Sensibilität, die viele Menschen erst erlernen müssen. Menschen mit Behinderung, unabhängig ob körperlich oder geistig, sind sehr sensible und besitzen so die idealen Voraussetzungen für die Yogapraxis. Neben der Förderung von Mobilität wird beim Yoga die innerliche Stärke unterstützt. Menschen mit Handicap stärken auf diese Weise ihren Körper, bauen Ängste ab, finden ein neues Gleichgewicht und Entspannung. Ein voll funktionstüchtiger Körper wird nicht gebraucht. Es werden Alternativ-bewegungen angeboten, die mit der Art und Grad der Behinderungen des jeweiligen im Einklang steht. Doch wie sieht diese Form des Yogas aus?

Kundalini Yoga
Schaut man sich zunächst den Grundpfeiler des Yogas die Atemübungen an, ist ersichtlich, dass Yoga für alle ist – auch für Menschen mit einer Querschnittslähmung. Die Teilnehmer versuchen durch verschiedene Atemtechniken sich zu entspannen und zu sich selbst zu finden. Dadurch wird die Muskulatur gelöst, die Konzentration gefördert und der Geist beruhigt. Im Weiteren schaut man sich die Übungen an, die sogenannten Asanas. Dort muss man quer denken. Die klassische Ausführung der Asanas ist sehr anspruchsvoll. Nur wenige Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderung, könne diese in Perfektion ausführen. Die Übungen werden jedoch so angepasst, dass sie ohne Probleme auszuführen sind. Jeder fängt dort an, wo er sich wohl fühlt. „Kundalini Yoga“ nennt sich das Yoga speziell für Menschen mit Behinderung. Es gibt Unterricht sogar extra für Rollstuhlfahrer. Dort werden die Übungen problemlos sitzend im Rollstuhl ausgeführt. Yogalehrer und Yogalehrerinnen mit spezieller Ausbildung unterrichten mit Sympathie und Einfühlungsvermögen.

Auswirkungen
Steif- und Trägheit werden aus dem Körper vertrieben und Übungen können nach und nach besser ausgeführt werden. Durch Yoga werden die eigenen Grenzen der Teilnehmer sanft erfahren. Konkret bedeutet dies: das Lungenvolumen wird vergrößert, Körperteile geweckt, die Wirbelsäule entlastet und der Geist entspannt. Funktionen und Möglichkeiten des Körpers werden in eine Richtung gebracht und der Atem eine Erfahrung der Stille vermittelt.

Die Yogastunden sind eine tolle Möglichkeit den Alltag hinter sich zu lassen sowie den Körper und Geist zu entspannen. Krankenkassen erstatten in der Regel bis zu 80% des Beitrags ausgewählter Verbänden. Die Yogatherapie ist barrierefrei, eine Meditation für Jedermann, jeder darf so sein, wie er ist, aber auch Veränderungen passieren lassen und sich entwickeln. Eine Lebenshilfe auf mehreren Ebenen.

Kategorie: Allgemein

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