Von der Piste in die Querschnittslähmung

Ex-Sistrans-Kicker Benedikt von Ulm-Erbach bricht sich beim Snowboarden das Genick. Das Unglück geschah einen Tag vor Sylvester 2010. Nach dem schrecklichen Unfall stellten Ärzte ihm die Diagnose: Querschnittslähmung. Seitdem ist er ab dem sechsten Halswirbel gelähmt. Die Erinnerungen an den Schock-Moment sind in Benedikt von Ulm-Erbachs Gedächtnis verblasst. Durch starke Schmerzmedikamente ist die Erinnerung an die erste Woche nach dem Ereignis, das ein ganzes Leben umkrempelt, ebenfalls weg. Vier Wochen blieb er in der Klink und wurde dort direkt nach dem Unfall operiert.

Geduld ist seit dem Unglück ein treuer Begleiter. Alles dauert mit einer Querschnittslähmung länger. Hinzu kommt, dass er seitdem seine Finger nicht richtig bewegen kann. In der sechs monatigen Reha begriff er, dass die Funktionen nicht mehr zurückkommen werden. Schritt für Schritt kämpfte er sich zurück und erlernte alles neu, was vor dem Unfall nicht einmal nennenswert war. Zuversicht machte sich in ihm breit, gepaart mit dem Willen aus der Situation was zu machen. Er sagt selbst über sich, dass er sich relativ schnell an die neue Situation gewöhnt hat. Das unmittelbare Bewusstsein, dass er sich schwer verletzt hat, habe ihm geholfen nicht in einen Schockzustand oder eine Depression zu verfallen.

Ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich einfach auch einmal zufrieden bin.

Benedikt von Ulm-Erbach

Benekicktz

Fußballturnier Benekickt’z. Hilfe für Menschen mit Querschnittslähmung.

Drei Jahre mit der Querschnittslähmung arbeitet er wieder voll. In seiner Freizeit tut er genau das, was anderen auch Freude und Entspannung bereitet, er trifft Freunde, ist sportlich aktiv und versucht das Beste aus seinem Leben zu machen.
Heute organisiert er mit seinen Freunden jedes Jahr das Fußballturnier Benekickt’z. Das Projekt wurde als Hilfe für Benedikt ins Leben gerufen. Inzwischen helfen die Spendengelder anderen Menschen mit Querschnittslähmung. Dieses Jahr fand das Tunier bereits zum 5. Mal statt.

Ich versuche immer zu sehen, was ich alles kann und nicht, was ich nicht kann. Denn ich habe immer noch sehr, sehr viele Möglichkeiten.

Benedikt von Ulm-Erbach

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