John Nash – A beautiful mind

John Forbes Nash Jr. - By Elke Wetzig (Elya) (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

By Elke Wetzig (Elya) (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Der US-Mathematiker John Nash erhielt für seine Erkenntnisse auf dem Gebiet der Spieltheorie den Wirtschaftsnobelpreis (1994). Ein Jahr nach Erhalt des Nobelpreises schloss er sich dem Institut für Mathematik in Princeton an und war dort bis zuletzt tätig. Nash erkrankte nach einem vielversprechenden Start seiner mathematischen Karriere mit 30 Jahren an Schizophrenie.
2001 wurde seine Geschichte durch den preisgekrönten Spielfilm „A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn“ bekannt. Die Verfilmung stimmt jedoch lediglich in Eckpunkten mit John Nashs Biographie überein. Viele Einzelheiten sind frei erfunden.

Schizophrenie
Im Alter von 30 Jahren machten sich die ersten Anzeichen seiner Krankheit bemerkbar. Zu dieser Zeit war Nash einer der führenden Köpfe in der Mathematik. Er stand kurz vor einer vollen Professur am MIT. Im Mai 1959 wurde bei ihm eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert. Nash-Biografin Sylvia Nasar zufolge neigte Nash zu Gewaltausbrüchen. Er gab seine Position am MIT auf und hatte einen kurzen Hospitalaufenthalt. Später folgten längere Hospitalaufenthalte, welche teilweise durch seine Ehefrau Alicia Lardé und seine Mutter fociert wurden. Nash kämpfte mit einigen Rückfällen seiner Erkrankung, die ihn immer wieder in die stadtionäre Behandlung brachten.
Die Schizophrenie war eine Zäsur seiner Karriere. Ab Anfang der 1990er Jahre erlangte er seine alten Problemlösungsfähigkeiten wieder. Von dort an erholte sich Nash weitgehend von der Krankheit und konnte wieder mehr arbeiten.

Nicht nur beruflich machte ihm die Schizophrenie einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Man kann lediglich erahnen wie groß, und schier unüberwindbar wirkend, Belastungen einer solchen Erkrankung für Betroffene und deren Angehörige sind.
1957 heiratete er seine Frau Alicia Lardé, doch die Ehe wurde bereits 1963 wieder geschieden. Nash lebte weiter im Haus seiner Ex-Frau. 2001 heirateten die beiden erneut. Gemeinsam mit seiner Frau zeugte er einen Sohn (* 1959). Ein weiterer Sohn (* 1953) stammt aus einer früheren Beziehung.

Paranoide Schizophrenie
Sie ist die häufigste Schizophrenie-Form. Kennzeichnend für die paranoide Schizophrenie sind vor allem Wahnvorstellungen wie Verfolgungswahn und Halluzinationen wie beispielsweise das Hören von Stimmen. Sie wird daher auch als paranoid-halluzinatorische Schizophrenie bezeichnet. Dieser Subtyp entwickelt sich meistens später als andere Schizophrenie-Typen. Häufig taucht die Erkrankung erst bei Menschen im mittleren Lebensalter auf.
Bei entsprechender Behandlung hat sie eine gute Prognose auf Heilung bzw. Besserung. Neuroleptika oder Antipsychotika wirken in vielen Fällen gut. Insbesondere bei frühzeitiger Behandlung können Wahnvorstellungen und Halluzinationen gestoppt werden. Begleitend zur medikamentösen Behandlung sollte eine Psychotherapie in Anspruch genommen werden.

Am 23. Mai starb John Nash zusammen mit seiner Frau Alicia bei einem Autounfall. Gemeinsam waren sie mit dem Taxi auf dem Heimweg von der Verleihung des Abel-Preises, den er dieses Jahr verliehen bekam. Der Abel-Preis ist einer der wichtigsten wissenschaftlichen Auszeichnungen im Bereich der Mathematik. Nash und seine Frau waren beide nicht angegurtet und wurden aus dem Fahrzeug geschleudert.

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