Behinderung und Sexualität – geht das?

Das Thema „Behinderung und Sexualität“ findet sich immer wieder in den Medien, obwohl viele dieses ins Tabu stellen, in unserer ach so aufgeklärten Welt. Diesmal bin ich über eine Initiative der Göteborger Kooperative für Selbstständiges Leben (GIL) gestolpert, mit dem Artikel in der VICE: „Diese Firma hilft Menschen mit Behinderung beim Masturbieren„.

Behinderung und SexualitätErstmal war ich perplex, aber beim Lesen des Artikels als Betroffener dann doch amüsiert, gerade auch über das Filmchen zur Handhabung der speziellen Instrumente. Ich denke bei vielen Menschen in unserer Bevölkerung dürfte man damit Anecken und man würde sagen: Es wäre wider des guten Geschmacks.

Aber gerade dies will Anders Westgerd von der GIL erreichen, man will provozieren. Anders sagt auch: „Bei dieser Kampagne geht es nicht wirklich um Sex. Es ist nur eine Taktik, um Menschen zu erreichen. Sex und Behinderung sind Tabu. Am Ende geht es darum, dass andere Menschen entscheiden, wie wir unser Leben führen sollen. Wir sind wie alle anderen Leute und wir wollen die Gelegenheit, so zu leben wie alle anderen.“

Na ja, es ist vielleicht ein etwas unkonventioneller Weg, rückt aber das Thema aus dem Tabu markant in den Fokus.

Weitere Informationen:
Diese Firma hilft Menschen mit Behinderung beim Masturbieren
Sexualbegleitung für geistig Behinderte – Was tun mit diesem Wunsch?
10 Missverständnisse über Sex und Behinderung
Behinderung und Sexualität: Noch immer ein Tabu
Familienratgeber – Sexualität und Behinderung

Ein Kommentar zu Behinderung und Sexualität – geht das?

  1. Barbara Klostermaier

    Natürlich geht das. Menschen die offen dafür sind können natürlich auch Körperlich lieben, nicht nur eine Kopfsache. Sicher wird es in einigen Fällen schwer sein überhaupt einen Partner zu finden- aber es geht auf alle Fälle

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