Rauchen am Arbeitsplatz des Pflegepersonals?

Rauchen, ein leidiges Thema. Für viele die es tun, ist es schon lange kein Genuss mehr, da der schleichende Suizid, angetrieben durch den inneren Schweinehund mit Gewohnheits- und Nikotinsucht, denjenigen kein Ende finden lässt und nebenbei erhöht der Gesetzgeber ständig die Steuern für Tabakartikel und denkt sich, die werden aus finanziellem Druck schon aufhören.

Für die, die es nicht tun, ist es meist eher belästigend und gesundheitsschädigend. Um diese zu schützen, wurde ein Nichtraucherschutzgesetz erlassen, dass aber in jedem Bundesland eine andere Anwendung findet. Mittlerweile gibt es in Firmen, Behörden und an Plätzen des öffentlichen Lebens sogenannte Raucherzonen und in der Gastronomie sind die Raucherclubs, zumindest in Nordrhein Westfalen seit 01.05.2013 mittlerweile auch verboten.

In der ganzen Sache ergibt sich nur ein Zwiespalt zwischen der persönlichen Verwirklichung und dem Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz, der sich nicht so leicht beantworten lässt. Stellen wir mal fiktiv dahin; es gibt einen pflegebedürftigen, rauchenden Rollstuhlfahrer, der durch einen nichtrauchenden Pfleger versorgt wird,  muss der dann auf den Balkon geschoben werden? Wer hält die Zigarette? Wäre Raucher Einstellungskriterium?

3 Kommentare zu Rauchen am Arbeitsplatz des Pflegepersonals?

  1. C. Fleckenstein

    Jepp!
    Das wäre dann mal wieder die Quadratur des Kreises, dieses Problem juristisch aufzudröseln.
    Darf man dem Pflegepersonal zumuten, sich derartigen Gesundheitsrisiken (!) auszusetzen?
    Falls dies verneint werden sollte, wo bleibt dann die Selbstbestimmung des zu Pflegenden (denn schließlich ist es das gute Recht eines jeden Menschen, sich gesundheitlich nach Herzenslust zugrunde zu richten)?
    Es steht zu befürchten, in diesem Leben keine zufriedenstellende Lösung dieses labyrinthischen Problems zu finden, so dass man wohl dabei bleiben muss, das zu tun, was man in derartigen Fällen immer tut: Den gesunden Menschenverstand walten lassen und die jeweils neu einzustellende Pflegeperson schlicht und ergreifend darüber in Kenntnis zu setzen, dass sie Gefahr läuft, zukünftig einen Raucher mit allen Risiken und Nebenwirkungen zu pflegen.
    (Sofern es einem nicht irgendwann eh zu doof und zu teuer wird und man es endlich über sich bringt, die Qualmerei einfach sein zu lassen…^^)

  2. Marina

    Ich bin persönlich der Meinung, dass das Thema Rauchen so oft wie möglich diskutiert werden muss. Vor allem weil die Diskussion einen Raucher zum Töte langweilt oder nervt. Ich bin eine Ex-Raucherin und deswegen kenne ich alle Feinheiten um das Thema. Das Rauchen ist Schädlich und gehört verboten- wenn die Pflegebedürftigen gepflegt werden wollen- dann sollen sie die Rücksicht auf denen Pflegepersonal nehmen, ansonsten dürfen sie bestraft werden. Grundsätzlich gilt: Jeder hat Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Das ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) begründet. Auch haben Arbeitgeber laut Arbeitsstättenverordnung die Pflicht, Nichtraucher vor Tabakrauch und möglichen gesundheitlichen Folgen zu schützen. Quelle: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/strategie-personal/rauchen-am-arbeitsplatz-was-ist-erlaubt/

  3. Nicolette

    Wer mitt offenen Augen und Ohren sich in unserer Gesellschaft bewegt ,wird nicht daran vorbei kommen zu bemerken ,dass Rauchen immer weniger akzetiert wird.Darum habe ich es sehr begrüsst,als das verschärfte Nichtraucherschutzgesetz in NRW in Kraft getreten ist.
    Dieses Thema ist für mich der Aufreger schlechthin.Allerdings betrachte ich es aus einer anderen Sichtweise,da ich nicht im Pflegebereich tätig bin.Trotzdem bin ich alle 2 Tage in einem
    Pflegeheim,um eine Person zu besuchen,die mir nahe steht.Sie hat ein Jahr lang nicht geraucht,weil Herzinfarkt,Op,Epilepsieanfall während des künstlichen Komas.Wieder in Deutschland wochenlang im Wachkoma.Nur so in Kurzform.
    Inzwischen so gut erholt,dass Sie in betreutes Wohnen gehen kann.
    Auf der Station ,auf der Sie sich momentan noch befindet sind natürlich rauchende und nicht rauchende Mitarbeiter beschäftigt,was mich als Besucherin nicht weiter stört .
    Was ich aber fahrlässig finde ist die Tatsache,dass eine Herzkranke Person mit Hirnschaden
    mit in Pause genommen wird und ihr vorgeraucht wird ! ! Logischerweise kam dann irgendwann die Frage ,dass Sie auch rauchen möchte !
    Ich suchte das Gespräch mit der Pflegeleitung :Ihre Antwort war tatsächlich :!!
    Was sollen wir denn mit ihr machen,sie ist doch auf der Wachkomastation nicht mehr
    richtig aufgehoben,also nehmen die Mitarbeiter Sie mit in die Pause.Ausserdem hat sie Selbstbestimmungsrecht,wenn sie sagt sie möchte rauchen,dann ist das so.
    Soviel zu dem Thema aus einer anderen Sicht .

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