Inklusion – und danach?

Inklusion in seiner ursprünglichen Wortbedeutung stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Einschluss“ oder auch „Enthaltensein“.
Bei der Inklusion geht es darum, dass jeder Mensch die Möglichkeit erthält, sich vollständig und gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen; und zwar von Anfang an und unabhängig von individuellen Fähigkeiten, ethnischer wie sozialer Herkunft, Geschlecht oder Alter.

Gerade in der Schul- und Berufsbildung wird viel für die Inklusion von Menschen mit Behinderung getan, wie mir der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen schriftlich mitteilte und auch öffentlich publizierte. Nur was kommt danach?

Die derzeit hohe Arbeitslosigkeit im Bereich von behinderten Arbeitssuchenden liegt sicher auch daran, dass es zu wenig Plätze auf dem Markt gibt, zum anderen aber auch an der Motivation bei Teilzeitkräften, die durch ihre Behinderung keine Vollzeitbeschäftigung mehr erreichen.

Diese fallen in den Pool der ARGE/Jobcenter mit all ihren Auflagen, jede Vergünstigung wird genommen und werden diesen auch meist im laufe ihres Berufslebens nicht mehr verlassen. Für viele ist es da einfacher in Rente zu gehen, weniger als ALG II wird es sicher nicht sein, nur von dort gibt es dann keine Rückkehr auf den Arbeitsmarkt. Dies wäre dann die Exklusion.

Ich habe den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen jetzt ein viertes Mal angeschrieben zu dieser Problematik Stellung zu nehmen, mal schauen ob ich diesmal eine Antwort erhalte. Zwischenzeitlich habe ich auch den Bundespräsidenten, Herrn Gauk zu dieser Sache um Hilfe gebeten, er teilte mir jedoch mit, dass er sich in diese Belange nicht einmischen möchte.

Ich bleibe an der Sache drann und Fortsetzung folgt.

Weitere Informationen:
Behinderte stärker in den Arbeitsmarkt integrieren
Schwerbehinderte Arbeitnehmer fallen gnadenlos in den Pool der Jobcenter

 

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