Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Ich habe das Gefühl, immer mehr berechtigte Ansprüche müssen nach Antrag und Widerspruch den Weg in die Rechtsklage gehen, denn oft wird ersteinmal abgelehnt. Es ist ein beschwerlicher Weg, der auch etwas Mut kostet, aber man hört immer mehr von Erfolgen wie:

Schwerstbehinderte Menschen, die nicht selbst Auto fahren können, haben einen Anspruch auf ein behindertengerechtes Kraftfahrzeug, wenn es ihnen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. (LSG Baden-Württemberg, Urteil v. 26.09.2012, Az.: L 2 SO 1378/11)

Das ist das Resultat der Klage einer jungen schwerbehinderten Frau in Baden-Württemberg vor dem Landessozialgericht. Die behindertengerechten Bahn- und Busverbindungen sind so schlecht, dass weitere Unternehmungen mit dem Rollstuhl zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben kaum möglich waren.

Vor knapp zwei Jahren wurde mir im Rahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben die Betriebskostenpauschale für mein Auto gestrichen und bin dann auch den Weg der Klage gegangen, wo mir Recht gegeben wurde.

Man sollte nach einem ablehneden Bescheid/Widerspruch nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, sondern über eine Rechtsberatung seine Chancen ausloten und wenn man sich dann für die Klage entscheidet und Erfolg hat, zeigt es das der Anspruch berechtigt war. Nur wenn man nichts macht hat man eh schon verloren.

Weitere Informationen:
Artikel DIE WELT vom 20.11.2012
Sozialgesetzbuch (SGB) Neuntes Buch (IX)

 

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