Berührungsängste?

Im Ratgeber der Zeitung Bild habe ich einen Artikel gelesen, der sich im ersten Moment für einen Betroffenen, mit Verlaub, wie ein „Handbuch zur Handhabung von Menschen mit Behinderung“ anhört. Aber im zweitem Gedanken ist er vielleicht gar nicht so verkehrt.

Ich sitze jetzt 24 Jahre im Rollstuhl, fast exakt mein halbes Leben und wenn ich an meine Zeit als „Fußgänger“ (umgangssprachlicher Ausdruck unter Rollstuhlfahrern für Menschen ohne Behinderung) zurückdenke, hatte ich selbst Berührungsängste und wußte nicht, wie ich auf behinderte Menschen zugehen sollte und ich denke aus diesem Aspekt macht der Artikel schon Sinn.

Zum Artikel: Wie gehe ich richtig mit Behinderten um?

Ein Kommentar zu Berührungsängste?

  1. petra

    Auf mich wirkt der Artikel befremdlich. Es kann doch kein „Handbuch“ geben, wie ich mit einem behinderten Menschen umgehen soll/muss!!! Es gibt doch auch keins für Beamte, Handwerker, blonde, Sportler… etc…
    Für mich ist es immer, wie bei jedem Menschen, wichtig, wie läuft das erste Aufeinandertreffen ab. Da mache ich persönlich keine Unterschiede ob mit Handicap oder ohne!!!
    Ich komme auch nicht mit jedem Fußgänger klar … Also muss ich auch nicht mit jedem Rollifahrer/in zurecht kommen. Und ganz wichtig, mit mir kommen auch nicht alle klar … 🙂
    Vielleicht stimmt ja das Sprichwort „wie es in den Wald hinein schallt – so schallt es zurück“ 🙂 …
    Freundlichkeit sollte relativ weit oben stehen – egal mit wem man spricht oder wen man kennenlernt!!!
    Ach ja… übrigens halte ich nicht nur Rollifahreren sondern auch Frauen mit Kinderwagen und älteren Menschen die Tür auf … meistens sogar dem/der jenigen, die genau hinter mir läuft .. und so werde ich das auch weiter machen – hat nämlich gar nicht weh getan bis jetzt 🙂 …

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