Promis sagen … Karyn von Ostholt

In der Serie “Promis sagen…” lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema “Behinderung” mitteilen möchten.

Geschrieben hat mir diesmal Karyn von Ostholt, bekannt aus Film & Fernsehen, aber auch an den Theatern Deutschlands aus Bühnenstücken wie Sein bester Freund, Da wird Daddy staunen, Herbstzeitlose und My Fair Lady.

 

Hier der Brief von Karyn von Ostholt:

Sehr geehrter Herr Link,

mit grossem Interesse las ich Ihren Brief. Nun muss ich Ihnen etwas erzählen:

Mein Mann war Präsident der Deutschen Post in Köln und wir mussten zu vielen offiziellen Veranstaltungen gehen. ich sage bewusst“ mussten“…vieles war einfach überflüssig. Wir wurden  auch zu einem Schwimmwettkampf Behinderter eingeladen.

Wir wollten nur kurz hingehen, unsere Pflicht tun. Und nachdem wir dort 4 Stunden waren, war es für uns ein MUSS, auf alle weiteren Veranstaltungen zu gehen. Die Stimmung und die Leidenschaft, mit der dort gekämpft wurde war der olympische Gedanke pur. Wie diese wundervollen Menschen mit Ihren Behinderungen umgingen hat uns zutiefst bewegt und auch beeinflusst. Wir nehmen unsere kleinen Wehwehchen nicht mehr so ernst.

Mein Sohn Mathias hatte sich schon als Zivi erbeten, mit  geistig behinderten Kindern zu arbeiten…ich “ bewunderte “ ihn dafür. Er forderte mich auf, ihn in dem Heim zu besuchen. Ich tat das……widerstrebend…und wurde von dieses kleinen hilflosen Wesen mit einer Liebe empfangen, weil ich doch die Mama von „ihrem“ Mathias war, die umwerfend war. Ich habe danach meinen Sohn oft und gerne begleitet.  Ich glaube, so , wie es mir gegangen ist , würde es vielen Menschen gehen, wenn sie die scheinbar Behinderten an sich heran liessen und den Dingen eine Chance gäben.

Herzliche Grüsse
Ihre  Karyn von Ostholt

Ich bedanke mich herzlich bei Karyn von Ostholt für ihren für 4hc verfassten Beitrag.

Weiterführende Links:
Karyn von Ostholt Homepage

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