Promis sagen… Roswitha Schreiner

Roswitha SchreinerIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Auf unsere Fragen geantwortet hat uns diesmal Roswitha Schreiner, bekannt als langjährige Hauptdarstellerin in bekannten Serien wie „Liebling Kreuzberg“ und dem „Tatort“. Seit 2008 ist sie zu sehen in der ARD-Telenovela „Rote Rosen“, wo sie die Maike Becker spielt. (Foto: Björn Kommerell)

 

Hier unsere Fragen…

Haben Sie bei Ihrer Arbeit oder auch im Privatleben persönlich Erfahrung mit Behinderung oder behinderten Menschen gemacht? Hat dies Ihre innere Haltung zu diesem Thema beeinflusst oder gar zu einer neuen Lebensauffassung geführt?

Roswitha Schreiner: Die beiden Fragen sind für mich schwer zu beantworten, da ich kein selektierendes Verhalten behinderten Menschen gegenüber entgegenbringen mag-.
Wo setzt der Begriff Behinderung an?  Mein Vater ist gerade, auf Grund verschiedener OPs, zu einem Schwerbehinderten deklariert worden. Aber ich sehe ihn, den Menschen, immer noch mit denselben Augen wie früher.

Dann haben wir in Lüneburg oft Kontakt zu Behinderten, da sie zu unserem Fan-Kreis gehören. Aber sie gehen so normal mit ihrem Status der Behinderung um, dass man nicht auf die Idee käme sie anders als andere Menschen zu sehen. Das ist der wichtigste Aspekt im gemeinsamen Umgang auf sozialer Ebene. Der normale Umgang miteinander.  Dass man bei körperlichen Gebrechen anderen hilft, ist genauso selbstverständlich wie bei Unfall-Opfern, die nur unter einer vorübergehenden Behinderung leiden.

Setzen Sie sich für soziale Projekte ein, vielleicht sogar im Bereich Behindertenförderung? Haben Sie konkrete Vorstellungen, wo besonderer Handlungsbedarf besteht und worin Lösungsmöglichkeiten bestehen könnten?

Roswitha Schreiner: Ich unterstütze die Waris-Stiftung, die gegen Genitalverstümmelung an Mädchen eintritt. Diese Art von Körperverletzung stellt in meinen Augen eine Behinderung dar, sowohl auf seelischer als auch auf körperlicher Ebene. Diese Behinderung ist umso schlimmer, als dass sie nicht genetisch bedingt wurde und auch keine Unfall-Folge ist, sondern von Menschen den Mädchen mutwillig zugefügt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Roswitha Schreiner

» Homepage von Roswitha Schreiner

» Waris Dirie Foundation (deutsch)

Wir bedanken uns herzlich bei Roswitha Schreiner für die Beantwortung unserer Fragen.

Kommentare sind geschlossen.