Archiv für den Monat Oktober 2009

Promis sagen… Sebastian König

Freitag, 09. Oktober 2009

Sebastian König © Chris GonzIn unserer Serie “Promis sagen…” lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema “Behinderung” mitteilen möchten.

Einen eigenen Beitrag als Reaktion auf unsere Fragen zur Verfügung gestellt hat uns Sebastian König, bekannt durch seine Sendungen beim Musiksender VIVA und seit 2008 auch aus der Sat.1-Telenovela “Anna und die Liebe”. Er spielt dort den Maik Majewski. (Foto: Chris Gonz)

Hier der Beitrag von Sebastian König:

Es gibt eigentlich keine “behinderten” Menschen! Schon alleine dieses kalte, rationale Wort klingt in meinen Ohren irrig und hart. Es sind keine behinderten Menschen, sondern besondere Menschen!

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Promis sagen… René Oltmanns

Mittwoch, 07. Oktober 2009

René OltmannsIn unserer Serie “Promis sagen…” lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema “Behinderung” mitteilen möchten.

Diesmal berichtet uns der Schauspieler René Oltmanns, seit 2007 Darsteller in der ARD-Telenovela “Sturm der Liebe”. Er spielt in der Serie den Sommelier Simon Konopka.

Hier der Beitrag von René Oltmanns:

Meine Erfahrung mit Behinderten habe ich hauptsächlich in meinem Zivildienst gesammelt. Und ich für meinen Teil kann nur sagen, dass bei Behinderten niemals die Behinderung im Vordergrund stehen sollte, sondern der Mensch, der eben zufällig eine Behinderung hat. Ein Mensch, den man mag oder nicht, der Humor hat, den man teilt oder nicht. Eine Behinderung sollte nicht vergessen werden, aber nie über dem Charakter des Menschen stehen. Deswegen kann ich im Interesse aller nur sagen, gehen wir mit behinderten Menschen so um, wie wir es von anderen Menschen auch erwarten: ganz menschlich eben! Ganz “normal”!!!

Herzliche Grüße
René Oltmanns

www.reneoltmanns.de

Wir bedanken uns herzlich bei René Oltmanns für seinen für 4hc verfassten Beitrag.


Sprechblase

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Gestern standen wir noch vor dem Abgrund, heute sind wir schon einen Schritt weiter?

Montag, 05. Oktober 2009

Das Team, zu dem ich gehöre, ist täglich konfrontiert mit Krankheit, Verzweiflung, Frustration, Abschied, Sterben. Als Klinikmitarbeiter spürt man dazu die Auswirkung leerer Kassen, DRGs („Fallpauschalen“), Personalnot, schlechter Bezahlung direkt und ungefiltert. Selten vergeht ein Tag, an dem ich als Sozialarbeiterin nicht gegenüber Patienten und Angehörigen rechtfertigen muss, dass der Entlasstermin bald naht und Lösungen gefunden werden müssen. JETZT.

Täglich muss ich vor den Betroffenen ein System verteidigen, welches Pflegefälle quasi produziert, weil den alten Menschen im Schnitt einfach zu wenig Zeit zur Erholung und Rehabilitation nach Knochenbrüchen und Schlaganfällen etc. gewährt wird. Und wenn derjenige eben nicht innerhalb seiner ihm zugedachten DRG-Zeit halbwegs fit ist, dann heisst das häufig Pflegeantrag stellen und Kurzzeitpflege suchen. Zeit gewinnen. Zeit, in der dann nichts mehr vorangeht, weil der Hausarzt nur noch 6 mal Krankengymnastik aufschreibt.

Dabei werden hier nur Kosten „verschoben“. Die Krankenkasse ist mit ihrer Pauschale fein raus, die Pflegekasse muss ran.  Der Sinn dieser Umschichtung erschliesst sich mir auch nach fast 5 Jahren in der Klinik nicht.

Und trotzdem! Trotzdem geh ich jeden Tag wieder gerne zu „meinen“ Oldies. Zu einem Team von Mitarbeitern, die genau wie ich den Humor nicht verlieren und versuchen, das Beste für jeden Patienten aus seiner Situation herauszuholen, sie motivieren, nicht aufzugeben.

Mir ist dabei vollkommen klar, dass die Kostenträger im Grunde mit diesem hohen Einsatz der Mitarbeiter kalkulieren.

Und ich als kleines Rädchen im Getriebe, ich spiele das unfaire Spiel mit. Oft frage ich mich, ob das richtig so ist, ob wir nicht alle das fragile System zum Zusammenbruch bringen müssten, damit von Oben her endlich gehandelt wird und die Bedingungen für Patienten und Mitarbeiter verbessert werden.

Rette sich, wer kann? Sind wir eigentlich noch zu retten?

Promis sagen… Peter Günther

Freitag, 02. Oktober 2009

Peter GüntherIn unserer Serie “Promis sagen…” lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema “Behinderung” mitteilen möchten.

Über seine Erfahrungen im Zivildienst berichtet uns der Schauspieler Peter Günther, in der Vergangenheit zu sehen unter anderem in den Serien “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” und “Der Landarzt”. Dieses Jahr spielte er in der Sat.1-Telenovela “Anna und die Liebe” den Sommelier Georg Sander.

Hier der Beitrag von Peter Günther:

Während meines Zivildienstes habe ich mich zum ersten Mal intensiv mit Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Ich durfte zehn Monate in einem Wohnprojekt arbeiten, in dem vor allem Menschen mit kognitiven und körperlichen Behinderungen betreut werden.

Vor meinem ersten Tag als „Zivi“ war ich sehr verunsichert. Ich malte mir aus, was mich erwarten könnte. Würden mich die Menschen akzeptieren? Wie gehen sie selbst mit ihren Behinderungen um? Und vor allem: Wie soll ich damit umgehen?
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