Promis sagen… Bettina Ratschew

Bettina RatschewIn unserer Serie „Promis sagen…“ lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Behinderung“ mitteilen möchten.

Einen Beitrag als Reaktion auf unsere Fragen zur Verfügung gestellt hat uns diesmal Bettina Ratschew, gegenwärtig zu sehen in der ARD-Telenovela „Rote Rosen“, wo sie die Hoteldirektorin Esther Hanstedt spielt.

Hier der Beitrag von Bettina Ratschew:

Ich hatte vor ein paar Jahren ein tolles und sehr interessantes Theaterstück „Wohin Gen?“ gespielt. Auftraggeber war „Aktion Mensch„. In diesem Stück ging es unter anderem auch um Behinderung und es spielten auch 2 behinderte Schauspieler mit. Für mich war dieses Stück eine ganz tolle Erfahrung und ein Thema mit dem ich mich in dieser Zeit besonders viel auseinander gesetzt habe. Das schöne war auch, dass wir Schauspieler dem Publikum sehr viel zum Nachdenken mitgegeben haben.

Ich persönlich kenne 2 Schauspieler, die jetzt behindert sind. Der eine durch einen Unfall, der andere durch eine Krankheit. Es ist natürlich sehr, sehr schwierig in diesem Beruf weiterzuarbeiten. Der eine Kollege hatte auch eine zeitlang Behindertentheater in Berlin gemacht. Das waren sehr gute und spannende Stücke. Wir haben als Schauspieler nicht nur die Sprache und unseren Geist als Werkzeug, sondern auch unser Körper ist ein ganz wichtiges Ausdrucksmittel. Man muss einfach sagen, dass es für Behinderte kaum Rollen im Fernsehen oder Theater gibt. Das heißt, man muss als behinderter Schauspieler besonders aktiv und ideenreich sein, um in seinem Beruf weiterzuarbeiten.

Ich finde es jedenfalls sehr, sehr wichtig, dass es Menschen gibt, die sich für Behinderte einsetzten und mit Behinderten arbeiten.

Viel Erfolg für Euch
Bettina Ratschew

» Bettina Ratschew bei der Agentur ten4you

Wir bedanken uns herzlich bei Bettina Ratschew für ihren für 4hc verfassten Beitrag.

 

Ein Kommentar zu Promis sagen… Bettina Ratschew

  1. Dutt

    Der Artikel belegt, wie schwierig es um das Thema Behinderung steht. Alles spricht von Integration, aber leider findet sie im so genannten Mainstream nicht oder sehr beschwerlich statt.