16.08.2010, 22:22 von 4hc Blogger in Promis sagen ... | 2 Kommentare

Promis sagen… Mirjam Heimann

Mirjam HeimannIn unserer Serie “Promis sagen…” lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema “Behinderung” mitteilen möchten.

Auf unsere Fragen geantwortet hat uns diesmal Mirjam Heimann, bekannt aus der Sat.1-Telenovela “Eine wie keine”. Sie spielte dort die Rolle der Lindi Kurowski.

Hier der Beitrag von Mirjam Heimann:

Meine Schwester arbeitet als Sonderpädagogin an einer Schule für Lernbehinderte und engagierte sich lange Zeit für den CBF (Club Behinderter und ihrer Freunde) in Soest. Durch sie bin ich erst mit Menschen mit Behinderung in Kontakt gekommen. Behinderte Menschen kamen bis zu dieser Zeit nicht in meinem Leben vor. Der CBF war für mich damals eine einzigartige Möglichkeit, geistig und körperlich behinderte Menschen kennenzulernen und gemeinsam Zeit zu verbringen,  etwa mit Singen, Basteln oder auch mit dem Inszenieren kleiner Theaterstücke. Ich habe viele tolle und interessante, lustige und einfühlsame Männer und Frauen getroffen, die mich sehr warmherzig in ihren Club/Kreis aufgenommen haben. Diese Freundlichkeit hat mich tief beeindruckt.

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07.06.2010, 20:50 von Teddy in Teddys Ecke | 1 Kommentar

Effiziente Raucherzonen

HausNeulich kam ich aus dem Bürogebäude und da stand dieses Ding wirklich da; das nenne ich mal effizienten Nichtraucherschutz. Seit diesem neuen Gesetz mit dem Rauchen in öffentlichen Verwaltungen werden in vielen die Raucher in so genannten Raucherzonen vor den Gebäuden kaserniert.

Effiziente Raucherzone - Stahlcontainer mit Plakat "Raucherbox bitte einzeln eintreten!!!" vor einem Bürogebäude

Es gibt die skurrilsten Raucherzonen, man soll es natürlich nicht warm und gemütlich haben, deswegen gibt es auf dem Weg vom Bürogebäude zur Kantine eine, die sieht aus wie eine Bushaltestelle. Es hängt sogar ein Fahrplan dran.

Und dann gibt es da noch die ewige Fehde zwischen den Nichtrauchern, wenn diese an den Rauchern auf dem Weg zur Kantine vorbeilaufen. Im Winter, wenn einem vor Kälte fast die Zigarette aus den Fingern fällt, bekommt man ein leicht hämisches Grinsen, jedoch in der warmen Jahreszeit, wenn man im warmen Sonnenschein steht, gleicht das ganze einem garstigen Smilie.

Kann der Arbeitgeber einem eigentlich das Rauchen verbieten? Ich glaube nicht, irgendwie fällt der schleichende Suizid wohl unter die Haube der Persönlichkeitsentfaltung. Smilie zwinkert

06.05.2010, 09:01 von Teddy in Teddys Ecke | Keine Kommentare »

Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 3

AutoWie im letztem Teil erzählt, wurde Herr Mustermann aufgefordert, ganz viele Fragen zu beantworten und diese binnen sechs Wochen bei Gericht einzureichen. Er suchte Unterlagen zu den persönlichen finanziellen Verhältnissen für den Antrag auf Prozesskostenbeihilfe zusammen und hofft, dass dieser genehmigt wird, um endlich mal einen Rechtsanwalt in dieser Sache befragen zu können.

Dann war da noch der Fragebogen zur Person mit Werdegang und ganz vielen Angaben zur Behinderung, der ausgefüllt werden sollte. Eine ganz schöne Arbeit. Insgesamt wurde es ein Schreiben mit 32 Anlagen, Tastaturdas nach Wunsch des Gerichts auch gleich einmal kopiert ankommen sollte. Herr Mustermann dachte sich: “Dann faxe ich das Ganze zweimal und das mit der Kopie hat sich erledigt”. So, nun sind die Unterlagen bei Gericht und es heißt warten, bis sich irgendwas regt, und hoffen, dass das Auto keine Zicken macht.

Smilie *hmmpfSollte es in die Werkstatt müssen, dann wird’s im Geldbeutel ein großes Loch geben; aber wer will denn den Teufel gleich an die Wand malen, sehen wir’s optimistisch; “Alles wird gut”.

 

Was bisher geschah:

Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 1
Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 2

26.04.2010, 13:33 von Teddy in Teddys Ecke | Keine Kommentare »

Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 2

AutoMax Mustermann entschied sich für den beschwerlichen Weg vor das Sozialgericht und reichte mittlerweile Klage ein. Klar hatte er ein grummeliges Gefühl im Bauch, aber er dachte sich, wenn er diesem Weg nicht folgt, hat er eh verloren, denn alleine ist das Auto unmöglich tragbar und somit auch der Arbeitsplatz in Gefahr.

Bei Recherchen im Internet fanden sich gute Informationen beim Verein Mobil mit Behinderung, dies und der Anruf beim zuständigem Sozialgericht zeigten auf, was zu tun war. Die erforderlichen Unterlagen waren schnell kopiert,Paragraphenzeichenordentlich nummeriert und mit einem ausführlichem Inhaltsverzeichnis versehen, denn das Gericht soll sich ja schnell einen Überblick zum Sachverhalt verschaffen, und man hinterlässt auch einen besseren Eindruck. Termine vor Ort gab es nicht, also Nümmerchen ziehen, wie bei der ARGE, und die Klage ward aufgenommen.

BriefkastenZu Herrn Mustermanns Überraschung lag schon ein paar Tage später ein Brief vom Sozialgericht im Postkasten. Inhalt: Antrag auf Prozesskostenbeihilfe und der Fragebogen zur Person.

Beide Parteien, verklagter Kostenträger wie Herr Mustermann, haben nun sechs Wochen Zeit, geforderte Unterlagen mit entsprechenden Nachweisen bei Gericht vorzulegen. Na dann mal ran ans Aktenwälzen.

Was bisher geschah:

Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 1

Wie’s weiterging:

Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 3

16.04.2010, 14:19 von Teddy in Teddys Ecke | 3 Kommentare

Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 1

LaptopTeilhabe am Arbeitsleben, ein schöner Ausdruck.  Dieser soll es behinderten Menschen durch Hilfen ermöglichen am Berufsleben teilzunehmen. Der Gesetzgeber hat sich da wirklich tolle Sachen ausgedacht, die zum einen nicht auf des Unternehmers Portemonnaie gehen, wenn er einen Behinderten einstellt und das ganze Paket für ihn einen guten Nachteilsausgleich bildet, um bei den “Fußgängern”  mitmischen zu können.

(Fußgänger = umgangssprachlicher Ausdruck unter Rollstuhlfahrern für Menschen ohne Behinderung)

Aber manchmal schüttelt man nur den Kopf, welche  Bemessungskriterien für dessen Erhalt zu Grunde gelegt werden.

Beleuchten wir mal den Fall von Max Mustermann, er ist hoch querschnittgelähmt, sitzt iLupem Rollstuhl und arbeitet 15 Stunden wöchentlich in einer größeren Behörde. Um diese zu erreichen, erhält er eine Betriebskostenpauschale aus dem Topf der “Teilhabe am Arbeitsleben”  für sein Auto, da er hierfür nicht die finanziellen Mittel hat und der Weg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kaum möglich ist; die er jährlich aufs neue beantragt. Wie auch für 2010.

ParagraphenzeichenAbgelehnt!!! – An den persönlichen Verhältnissen und den finanziellen Mitteln hatte sich zum Vorjahr doch nichts geändert. Grund: Anzuerkennende Unterkunftskosten 350 Euro warm. Leider ist die Wohnung von Herrn Mustermann um einiges teurer, was auch die ARGE letztjährlich mit einem Miethöchstverfahren monierte, ihn jedoch in der Wohnung beließ und die Kosten übernimmt, da kein anderer behindertengerechter Wohnraum zu finden war.

Bei anerkannten Unterkunftskosten von 350 Euro warm entspricht das etwa der Summe, die man für eine 45 qm Wohnung bekommt, und als Rollstuhlfahrer hätte er schon Anspruch auf 60 qm und somit höhereFragezeichen Unterkunftskosten. Außerdem steht ihm das errechnete Mehrgeld durch den Mietzuschuss der ARGE nicht persönlich zur Verfügung und ist zweckgebunden. – Davon kann das Auto doch nicht unterhalten werden. – Herr Mustermann legt Widerspruch ein.

BriefkastenBei den täglichen Wegen zum Briefkasten immer dieselben  Gedanken: Kommt heut der Widerspruchsbescheid? Wird dem Widerspruch stattgegeben? Hoffentlich geht das Auto nicht kaputt, und wenn ja, wie kommt er zur Arbeit? Wie reagiert der Arbeitgeber? – Er ist da – Widerspruch abgelehnt, mit einem freundlichen Hinweis, dass Herr Mustermann in nächster Instanz vor dem zuständigen Sozialgericht gegen diesen Bescheid Klage erheben könne.

Was wird das Mäxchen nun machen? Klagen?

Wie’s weiterging:

Teilhabe am Arbeitsleben, Teil 2

13.03.2010, 10:55 von Auronut in Allgemein | Keine Kommentare »

Die Paralympics in Vancouver

Logo Paralympics 2010 VancouverDie Paralympics werden von heute an bis zum 21. März in Vancouver, Kanada ausgetragen. Über 500 Athleten aus 44 Nationen messen sich in 5 verschiedenen paralympischen Sportarten.

“With Glowing Hearts” – “Mit glühenden Herzen”, so lautet das offizielle Motto der diesjährigen Olympischen Winterspiele und der Paralympics.

Unser Newsticker und Medaillenspiegel halten Euch während der nächsten zehn Tage immer auf dem neuesten Stand:

» zum Newsticker

» zum Medaillenspiegel

» TV-Sendetermine in ARD, ZDF und Eurosport

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Auronut
14.02.2010, 22:33 von Auronut in Gesichtet | Keine Kommentare »

Clemens Kuby: Unterwegs in die nächste Dimension

Buch 'Unterwegs in die nächste Dimension' von Clemens KubyClemens Kuby, Dokumentarfilmer und Publizist, reiste zwei Jahre lang um die Welt zu den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen, um für einen Film über Heiler und Schamanen Material zu sammeln. Unterwegs in die nächste Dimension – Meine Reise zu Heilern und Schamanen ist auch der Titel des Buchs zum Film, welches wir hier vorstellen.

Der Autor Clemens Kuby – Sohn des Publizisten Erich Kuby und Neffe des Physikers Werner Heisenberg – gehörte in den 1970er Jahren zu den Vordenkern und Mitbegründern der Grünen. Von den politischen Machtspielen und Intrigen in der Zeit unmittelbar nach der Parteigründung seelisch schwer mitgenommen, unternahm er im Alter von 33 Jahren einen Selbstmordversuch, mit resultierender Querschnittlähmung. Dieser – buchstäbliche – Bruch in seiner Biographie wurde zum Ausgangspunkt für ein Leben, das der Selbstheilung und spirituellen Suche gewidmet ist, beginnend mit seiner unwahrscheinlichen Genesung trotz zertrümmerten Lendenwirbels.

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01.02.2010, 16:21 von 4hc Blogger in Promis sagen ... | Keine Kommentare »

Promis sagen… Roswitha Schreiner

Roswitha SchreinerIn unserer Serie “Promis sagen…” lassen wir Prominente zu Wort kommen, die uns ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema “Behinderung” mitteilen möchten.

Auf unsere Fragen geantwortet hat uns diesmal Roswitha Schreiner, bekannt als langjährige Hauptdarstellerin in bekannten Serien wie “Liebling Kreuzberg” und dem “Tatort”. Seit 2008 ist sie zu sehen in der ARD-Telenovela “Rote Rosen”, wo sie die Maike Becker spielt. (Foto: Björn Kommerell)

Hier unsere Fragen…

Haben Sie bei Ihrer Arbeit oder auch im Privatleben persönlich Erfahrung mit Behinderung oder behinderten Menschen gemacht? Hat dies Ihre innere Haltung zu diesem Thema beeinflusst oder gar zu einer neuen Lebensauffassung geführt?

Roswitha Schreiner: Die beiden Fragen sind für mich schwer zu beantworten, da ich kein selektierendes Verhalten behinderten Menschen gegenüber entgegenbringen mag-. Weiterlesen »

23.01.2010, 22:09 von Katja in Der alltägliche Wahnsinn, Gesichtet | Keine Kommentare »

Vorstadtkrokodile 2

Vorstadtkrokodile 2 FilmplakatAm 21.1.2010 lief er an, der neue Film von Regisseur Christian Ditter, der die 70er-Jahre-Geschichte von einer Kinderbande aus dem Ruhrgebiet pfiffig in die Jetztzeit brachte  und allen Unkenrufen zum Trotz einen wirklich sehenswerten Film ablieferte. Nun also ist Teil 2 im Kino. Grund genug für mich, ihn mit meiner Tochter anzuschauen und Euch zu berichten.

Schon vorab wurde der Film als „besonders wertvoll“ von der Bundesfilmstelle (was es alles gibt) bewertet.

Aber wir wollten uns ja selbst ein Bild machen.

Inzwischen ist die Bande also ein eingespieltes Team, der Rollifahrer Kai – inzwischen mit Handbike ausgerüstet – ist fester Bestandteil der Clique. Die dummen Sprüche, die er manchmal zu hören bekommt, trägt er mit Humor, einem ebenso großen Mundwerk und einer guten Portion Eigenironie.  „Klar gucke ich Deiner Mutter auf den Arsch. Ich sitze im Rollstuhl, ich schaue allen auf den Arsch, automatisch.“ Weiterlesen »

Katja
20.01.2010, 11:36 von Auronut in Allgemein | Keine Kommentare »

4hc jetzt auf Facebook und Twitter

SmiliegruppeFacebook und Twitter sind “soziale Netzwerke”, das heißt Webseiten, auf denen sich Menschen über ihre Interessen austauschen, Kontakte knüpfen und somit mit anderen Menschen vernetzen können.

Beiden Seiten ist gemein, dass man dort Kurznachrichten über das was man gerade tut, erlebt oder denkt absetzen kann. Diese Nachrichten kann man als dort Angemeldeter auch abonnieren.

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