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Studium mit Behinderung Studieren mit Rollstuhl, einer anderen Behinderung oder chronischer Krankheit ist nicht zuletzt durch die unzureichende Situation an vielen Universitäten und anderen Hochschulen (Mangel an Behindertentoiletten, Behindertenparkplätzen, barrierefreien Studentenwohnheimen und Verkehrsanbindung, Ruheräumen, Orientierungshilfen, Studienmaterialien in Braille, Hilfsmitteln, Studienhelfern, Assistenz, professioneller Beratung usw.) mit erheblichem Aufwand und zusätzlichen Kosten verbunden. Die BAG Behinderung und Studium e.V. vertritt die Interessen dieser Studenten und sucht ihre Situation im Studium und Beruf zu verbessern. Sie dient auch als Ansprechpartner für Selbsthilfegruppen, Interessengemeinschaften und Behindertenreferate. Studieren … eine gute Entscheidung? Es gibt natürlich viele Gründe, die für ein Studium sprechen – aber studieren ist nicht für jeden das richtige. Deshalb ist es wichtig, dass du dich fragst, ob du wirklich studieren willst oder andere dir dazu geraten haben. Es ist nicht sinnvoll etwas zu beginnen, was man selber nicht gut findet. Erst wenn du dir darüber sicher bist, kannst du dir Gedanken über folgendes machen: Welches Fach in welcher Stadt kommt für mich in Frage. Welche Hilfe brauche ich im Studium und im Alltag und wie kann ich sie bekommen? Wo werde ich wohnen? Packe ich überhaupt ein Studium? Vielleicht hilft es dir bei deiner Entscheidung, noch einmal zu lesen, warum ein Studium wichtig für dich sein könnte. Was spricht für ein Studium? • Du hast die Möglichkeit zu einem höheren Abschluss. • Mit einem höheren Abschluss ist es leichter einen Job zu finden, vor allem wenn man behindert ist. • Du kannst dich mit einem Thema, das dich interessiert, ausführlich beschäftigen. • Du kannst neue Leute kennen lernen und neue Erfahrungen sammeln. • Du kannst in einer eigenen Wohnung wohnen und eine neue Stadt erleben. Aber daneben bedeutet Studieren auch dies: • Verantwortung für sich selbst übernehmen. • Vieles alleine regeln zu müssen. • Studium und Alltag koordinieren (z.B. Lernen und Einkaufen, Unterricht besuchen und Ausruhen). • Über das reden, was man braucht. • Leute selbst ansprechen Dass man bei diesen Dingen am Anfang auch Fehler macht, ist ganz normal und auch nicht so schlimm. Beim nächsten Mal funktioniert es bestimmt schon besser, weil man aus eigenen Fehlern lernt. Einzusehen, dass Fehler nervig aber trotzdem notwendig sein können, war auch für uns nicht so angenehm, weil man es gerne schon beim ersten Mal richtig machen will. Aber Menschen lernen aus Fehlern. Da bist du keine Ausnahme. Auch Eure Eltern, Lehrer und sogar die Hochschullehrer lernen aus ihren Fehlern. Ach ja. Fast hätten wir ihn vergessen. Den Spaß: • auf Partys gehen • ins Bett gehen, wenn andere aufstehen • ab und zu verschlafen (aber Vorsicht!: Es gibt Unterricht zu dem man erscheinen muss, sonst war das Halbjahr (heißt an der Hochschule: Semester) umsonst. Das kostet Zeit und mit Studiengebühren auch unnötiges Geld.) • ein Jahr / ein Semester im Ausland • ... Vielleicht findest du nun – nachdem du ein wenig darüber nachgedacht hast, dass ein Studium genau das Richtige für dich ist. Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der » BAG Behinderung und Studium e.V. |
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