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Die ›RolliKids‹ - Dein Weg zum Rollstuhlsport Gemeinsam Sport treiben, miteinander spielen und lernen - das macht Spaß! ![]() MOBILITÄT DURCH ROLLSTUHLTRAINING AKTIV DURCH ROLLSTUHLSPORT SELBSTBESTIMMT LEBEN Übersicht » Die ›RolliKids‹ » Das Buch zum Thema » Rollstuhl- und Mobilitätstrainingskurs Die ›RolliKids‹ Der Riese schläft tief und fest. Laut schnarchend sitzt er neben seiner Schatzkiste in einer Ecke der Sporthalle. Der kleine Max ist ziemlich aufgeregt. Ob er es schaffen wird, dem Riesen etwas aus der Schatzkiste zu klauen? Und ob er sich dann mit seiner Beute in Sicherheit bringen kann, oben auf der Turnmatte? Letzte Woche hat es zum ersten Mal geklappt: Zweimal anschieben, im richtigen Moment ankippen, Gewichtsverlagerung – und schon war er oben. Aber da hatte er auch keinen Riesen im Nacken! Schon eine Minute später hat Max es geschafft. Gemeinsam mit den anderen Rollikids in seiner Gruppe freut er sich diebisch über den wütenden Riesen. Und er ist mächtig stolz, denn er weiß: Wer eine Matte hochfahren kann, der überwindet auch bald im Alltag die kleinen Kanten und Bordsteine. Sport mit Handicap? Na klar! Gemeinsam Sport treiben, miteinander spielen und lernen – trotz einer Behinderung. All das ist möglich, auch wenn sich immer noch viele Eltern nicht vorstellen können, dass ihr Kind überhaupt in irgendeiner Form sportlich aktiv sein könnte. Der » Fachbereich Kinder- und Jugendsport des DRS hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen mit Handicap – hauptsächlich sind dies Kinder mit einer angeborenen (» Spina bifida) oder erworbenen » Querschnittlähmung, einer cerebralen » Bewegungsstörung (z. B. Spastik), » Muskelkrankheiten oder der sogenannten » Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta) – individuelle sportliche Herausforderungen und Erlebnisse zu bieten. Fit für den Alltag – neues Selbstwertgefühl Die Kinder und Jugendlichen erlernen beim Rollstuhlsport den sicheren Umgang mit dem Rollstuhl. Durch kleine Spiele, gemeinsame Unternehmungen, freudvolle und erlebnisreiche Bewegungsangebote wird Bewegungsfreude entwickelt, motorische Fertigkeiten werden geschult. Könnenserlebnisse steigern das Selbstbewusstsein und das soziale Erleben in der Gruppe stärkt die gesamte Persönlichkeitsentwicklung. Durch den breitensportlichen Ansatz lässt sich bei allen Kindern Interesse an sportlicher Betätigung wecken, und ein gemeinsames Sporttreiben mit behinderten und nichtbehinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wird ermöglicht. Lernen von den Großen Wichtiges Merkmal im Kinder- und Jugendsport ist die Mitarbeit erwachsener Rollstuhlfahrer als Übungsleiter und Trainer. Diese sind im Sinne der Selbsthilfe besonders wertvoll für die Kinder und ihre Familien, da sie geeignete Vorbilder für die Kinder darstellen. Kinder, Jugendliche und ihre Eltern, die in ihrem Umfeld noch keine erwachsenen Rollstuhlfahrer kennen gelernt haben, erleben beim Rollstuhlsport selbstbestimmte Menschen mit Behinderung, die gerne bereit sind, über ihren Alltag zu berichten, ihre Erfahrungen weiterzugeben und wertvolle Tipps zu vermitteln. Positive Lebensperspektiven eines aktiven Lebens mit dem Rollstuhl können dadurch vermittelt werden. Rollstuhlversorgung Bereits ab einem Alter von etwa zwei Jahren kann eine Versorgung mit einem leichten und wendigen Rolli sinnvoll sein. Eine frühe, gut angepasste Rollstuhlversorgung erweitert den Aktionsradius und hat große positive Auswirkungen auf die Geschicklichkeit im Umgang mit dem Rollstuhl und die Bewegungsfreude. Sport- und Mobikurse Neben den Mobilitäts- und Rollstuhltrainingskursen, der Grundlage der Ausbildung im Rollstuhlhandling und Rollstuhlsport, haben sich weitere Sportangebote entwickelt. Beim Familiensportkurs stehen Sport- und Freizeitmöglichkeiten mit der ganzen Familie im Vordergrund, beim Sportkurs für Jugendliche und junge Erwachsene können unterschiedliche Sportarten ausprobiert werden. Für die Jugendlichen, die ohne Eltern teilnehmen, ist ein Schwerpunkt auf diesem Kurs auch das Leben mit Assistenz nach dem Motto ›Raus von Zuhaus‹. In Sportcamps kann eine bestimmte Sportart ausprobiert und unter kompetenter Anleitung erlernt werden. Weitere Sportangebote JUROBACUP und Try-Out Basketball ist die Lieblingssportart vieler Rollikids. Die Kinder- und Jugendgruppen der Vereine treffen sich regelmäßig zu den Spieltagen des JUROBACUP (JUgend-ROllstuhl-BAsketball-CUp). Diese Turnierserie ist offen für Anfänger und Breitensportler, die Freude am gemeinsamen Sporterlebnis steht im Vordergrund. Leistungsorientierter sind die Try-Out-Trainingscamps unter der Anleitung von erfahrenen Trainern und erfolgreichen Rollstuhlbasketballspielern. Rollstuhlschnellfahren Das Erlernen der richtigen Schnellfahrtechnik im speziellen Rennrollstuhl ist nicht einfach. Auf den Schnellfahrlehrgängen der Rollikids haben aber mittlerweile schon viele junge Sportler den besonderen Reiz dieses Sportgerätes kennen gelernt. Wer einmal im schnellen Rennrolli über die Bahn gesaust ist oder gar an einem Jugendrennen teilgenommen hat, den lässt der Schnellfahrvirus meist nicht mehr los. Wintersport Skifahren mit dem Mono-Ski oder dem Bi-Ski ist eine Sportart für alle Rollikids. Mit der Familie und in der Gruppe der anderen Kinder gelingen schnelle Erfolgserlebnisse, können Geschwindigkeit, Natur und Gemeinschaft erlebt werden. Voraussetzung ist ein passendes Skigerät und die Anleitung eines speziell geschulten Skilehrers. Beides wird auf den Skikursen der Rollikids geboten. Wer erst einmal schnuppern möchte bevor er sich zu einem Skiurlaub entschließt, kann das Skifahren auch in einer der modernen Skihallen ausprobieren. Selbstverteidigung und Selbstbehauptung Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurse gibt es für unterschiedliche Altersgruppen. Dabei werden nicht einfach die Techniken der Nichtbehinderten auf Rollstuhlfahrer übertragen, sondern von und für Rollifahrer entwickelte Techniken vermittelt. Auch spezielle Selbstbehauptungskurse für Mädchen und Frauen werden angeboten. E-Rollstuhlhockey Elektrorollstuhlhockey ist ein hervorragender Sport für alle Rollikids, die einen Elektrorollstuhl steuern können. Spieler, die einen Schläger nicht halten können, nehmen mit einem fest am Rolli montierten Schläger am Spiel teil. In vielen Vereinen und Schulen existieren Mannschaften und Übungsgruppen. Auf Nachwuchs- und Newcomer-Turnieren können Einzelspieler und neu gegründete Mannschaften die Sportart kennen lernen. Schwimmen Rollikids können mit direkter Betreuung durch den Übungsleiter das selbständige Schwimmen erlernen. Die Kinder ziehen Freude und Selbstbewusstsein aus dem Erlebnis, sich weitestgehend ohne Hilfsmittel im Wasser bewegen zu können. Interessiert? Alle weiteren Informationen und Ansprechpartner zum Kinder- und Jugensport für Rollis findest Du hier: » DRS-Fachbereich Kinder- und Jugendsport - ›RolliKids‹ Das Buch zum Thema Susanne Bröxkes/Ute Herzog (Hrsg.): Rollstuhlversorgung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Ein Leitfaden mit rechtlichen Aspekten, Erfahrungsberichten und vielen Tipps rund um den Rollstuhl ![]() Der Erlös aus dem Verkauf des Buches geht an den Fachbereich Kinder- und Jugendsport im DRS e.V. Zu beziehen ist es über die » DRS-Geschäftsstelle oder den Buchhandel. » Susanne Bröxkes/Ute Herzog (Hrsg.): Rollstuhlversorgung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Rollstuhl- und Mobilitätstrainingskurs der ASBH und des DRS ![]() »Hey, das kann ich ja!« … ruft Corinna, als sie beim Rollstuhl- und Mobilitätstraining zum ersten Mal alleine in ihren Rollstuhl klettert. Zielgruppe Zielgruppe der ASBH/DRS-Rollstuhl- und Mobilitätskurse sind alle Menschen, jung oder alt, die im täglichen Leben auf einen Rollstuhl angewiesen sind, egal ob zum Sport, im täglichen Gebrauch oder nur für längere Strecken. Organisatorisches ›Mobilität spielend verbessern‹, unter diesem Motto veranstalten die » Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrocephalus (ASBH) und der » Deutsche Rollstuhl-Sportverband (DRS) seit 1983 Rollstuhl- und Mobilitätstrainingskurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Kurse bilden ein Bindeglied zwischen den professionellen Institutionen der Rehabilitation und der Laienarbeit in den Vereinen der Behindertenselbsthilfe. Übungsleiter/Finanzen Durchgeführt werden diese Kurse von einem speziell ausgebildeten Übungsleiterteam bestehend aus Sportlehrern und Therapeuten, erfahrenen Rollstuhlfahrern und Eltern. Sie dauern eine Woche und finden in ausgewählten Häusern im ganzen Bundesgebiet statt. Die gesetzlichen Krankenkassen sind auf Antrag bereit, die Kosten teilweise oder ganz zu übernehmen. Programm Übungseinheiten, die aus Sport und ergänzend auch aus Schwimmen sowie praktischen und theoretischen Abendveranstaltungen bestehen, bilden das Programm. Bei den Übungseinheiten werden die sichere Handhabung und der geschickte Umgang mit dem Rollstuhl erlernt bzw. vertieft. Dies geschieht durch methodisch und didaktisch auf die Gruppe angepaßte Übungen. Für die Anfänger stehen neben Geschicklichkeitsübungen, Mattenfahren, Kippeln, auch Ein- und Aussteigen auf dem Programm. Fortgeschrittene werden unter anderem mit Behindertensportarten wie z.B. Basketball vertraut gemacht. Weitere Übungen sind die Überwindung von alltäglichen Hindernissen wie Schwellen, Bürgersteige, Treppenfahren und vieles andere mehr. Ausflüge ins Gelände und in die naheliegende Umgebung runden das Mobilitätstraining ab und bahnen die Integration an. Durch die Teilnahmemöglichkeit von Vorschulkindern bis hin zu älteren Rollstuhlfahrern an den unterschiedlichen Kursen geht das Spektrum von der Frühförderung bis zur Hinführung zum Behindertensport. Der Erfahrungsaustausch der Teilnehmer und deren Begleiter mit den rollstuhlfahrenden Teammitgliedern hilft bei vielen Entwicklungsprozessen im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe z.B. bei den Themen Selbstständigkeit und Ablöseprozess. Es werden individuelle Tipps, Kniffe und Ideen ausgetauscht; Selbstständigkeitstraining, Selbstbestimmung und Helferanleitung inbegriffen. Aber auch für die Angehörigen stehen die Selbsterfahrung, Tipps zu Hebetechniken und Rückenschule mit auf dem Programm. Die Wassergewöhnung ist eine notwendige Programmeinheit des Rollstuhl- und Mobilitätstrainingskurses. Die Eroberung des nassen Elements intensiviert die Körpererfahrung, stärkt die Muskeln und vor allem das Selbstbewußtsein. Teilnehmer, Eltern und Angehörige Es werden Kurse für Kinder und Jugendliche mit Begleitperson angeboten, aber auch spezielle Kurse für Menschen mit Elektrorollstuhl und Kurse speziell für Erwachsene. Als weiterführenden Kurs gibt es noch den Kurs für Jugendliche und junge Erwachsene ohne Begleitung. Eltern, Geschwister oder Begleitpersonen sind bei den Kursen in das Programm mit eingebunden. Sie lernen ebenso Rollstuhlfahren und Kippeln und erfahren, wie sie Hilfen geben können. Bei den Übungen werden den Teilnehmer/innen Kenntnisse vermittelt, die die Mobilität im Alltag verbessern. Kinder, Jugendliche und Erwachsene erleben völlig neu, daß Mobilität mit dem Rollstuhl Freude bedeuten kann. Spaß und Freude an der Bewegung, aber auch die optimale Anpassung und Einstellung des Hilfsmittels Rollstuhl sind wesentliche Lerninhalte. Am Ende des Kurses haben die Teilnehmer/innen viel für den Alltag gelernt und sind sicherer im Umgang mit dem Rollstuhl. Einige werden motiviert sein, sich einem Rollstuhlsportverein anzuschließen oder gar eigene Aktivitäten vor Ort zu betreiben. Es werden Freundschaften geschlossen und durch das Erleben und Besinnen auf Dinge die man erlernt hat, werden Freude und Zuversicht vermittelt. Und so wird Corinna noch öfters rufen: »Hey, das kann ich ja!« Kontakt Bei Fragen zur Anmeldung und Organisation wende Dich bitte schriftlich an die: ASBH Geschäftsstelle Münsterstr. 13 44145 Dortmund Fon 0231/861050-0 » www.asbh.de Mobikurs-Hotline Fon 0231/861050-12 Mo–Fr von 8.30 h - 11.00 h Fax 0231/861050-50 Bei Fragen zum Inhalt oder zum Rollstuhlsport (regionale Rollstuhlsportgruppen) wende Dich bitte an die: DRS-Geschäftsstelle Friedrich-Alfred-Str. 10 47055 Duisburg Fon 02 03/7174-180 Fax 02 03/7174-181 » info@rollstuhlsport.de » www.rollstuhlsport.de |
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