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4hc-Handicap-Datenbank

[Bild: Lupe]In der 4hc-Handicap-Datenbank findest Du erklärende Texte zu vielen schweren und seltenen Krankheitsbildern, sowie Behinderungen und Links zu denen, die sich damit auskennen, wie Selbsthilfegruppen, Initiativen, Verbände und Fachgesellschaften.

Wie die Datenbank aufgebaut ist und wie Du sie am besten nutzt, erklärt Dir das » ABC der 4hc-Handicap-Datenbank.

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Lungenfibrose


Zu einer Lungenfibrose können eine Vielzahl von über 100 Lungenerkrankungen führen. Die Erkrankung beginnt mit einer Entzündungsreaktion, die sich in den Lungenbläschen (Lungenalveolen) abspielt. Dadurch kommt es zur einer Vermehrung von Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen und der sie umgebenden Blutgefäße, d.h. die Lunge versteift. Die Folgen: es muss mehr Kraft für die Dehnung der Lungen und damit für der Atmung aufgewandt werden. Außerdem ist es durch die Vermehrung des Bindegewebes für den Sauerstoff schwerer in die Blutgefäße zu gelangen. Es kommt zu einem Abfall des Sauerstoffs im Blut. Dies führt zu einer Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit mit Luftnot, bei schwerer Erkrankung auch in Ruhe.

Die Lungenfibrosen können in Erkrankungen mit bekannter Ursache und mit unbekannter Ursache eingeteilt werden. Ein Beispiel für eine Lungenfibrose mit bekannter Ursache ist das Einatmen von Asbestfasern über einen längeren Zeitraum, die den entzündlichen Prozess auslösen und dann im Verlauf von Jahren zu einer Lungenfibrose führen können.

Die exogen-allergische Alveolitis ist eine besondere und selten auftretende allergische Reaktion (nicht zu verwechseln mit allergischen Reaktion wie bei Heuschnupfen) der Lunge auf meist in hohen Konzentrationen eingeatmete organische Substanzen. Sie tritt aber nur bei einem kleinen Teil der diesen Substanzen ausgesetzten Menschen auf. In Europa tritt dies am häufigsten bei Bauern durch Reaktion auf Eiweißbestandteile des Staubs im Heusilo auf und z.B. bei Taubenzüchtern durch Reaktionen auf Bestandteile des Taubenkots.

Bei einem Teil der Patienten lässt sich leider die Ursache nicht herausfinden, man spricht dann von einer Lungenfibrose unbekannter Ursache (=idiopathische Lungenfibrose). Auch die häufiger auftretende » Sarkoidose kann immer wieder zu einer Lungenfibrose führen wie auch die » Histiozytosis X. Lungenfibrosen können auch bei vielen chronisch entzündlichen rheumatischen Erkrankungen auftreten.

Typisch sind für die Erkrankung sind Beschwerden wie Husten, Müdigkeit und Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit. Der Arzt kann häufig bereits mit dem Stethoskop die Erkrankung vermuten. Bei fortschreitender Erkrankung ist die Häufigkeit der Atmung erhöht (normalerweise atmet man weniger als 15 mal in der Minute im Ruhezustand).

(Quelle: EHX e.V. www.lungenfibrose.de)


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siehe auch: Asbestose , Histiozytose , Lungenemphysem , Sarkoidose

Weblinks

lungenfibrose.de - hilfe & informationen für betroffene
Infos zur Lungenfibrose vom Erwachsenen-Histiozytose-X e.V. (EHX e.V.)

Selbsthilfegruppe Lungenemphysem - COPD Deutschland
Themen unserer Selbsthilfeorganisation sind das Lungenemphysem; Alpha-1-Antitrypsinmangel; COPD; Bronchiektasen; Asthma; Fibrose; Lungentransplantation; Lungenvolumenreduktion; Lungenhochdruck; Sauerstoff-Langzeit-Therapie.

Wir erreichen und informieren zum jetzigen Zeitpunkt mehr als 8500 betroffene Erkrankte und Angehörige.

Auf der Mailingliste sind zur Zeit 1936 Teilnehmer angemeldet die grösstenteils aus Deutschland, aber auch aus Belgien, England, Frankreich, Irland, Kanada, Luxemburg, Mexiko, Niederlande, Österreich, Schweiz, Slowenien, Spanien,Tschechien, Türkei und den USA stammen.

In unseren 47 regionalen autark tätigen Selbsthilfegruppen informieren und betreuen wir derzeit 4672 Gruppenteilnehmer, außerdem erhalten
1919 Abonnenten, darunter auch viele Lungenfachärzte, Lungenkliniken und Pneumologische Rehakliniken unseren kostenlosen 1-2 mal wöchentlich erscheinenden Newsletter.

Sämtliche Aktivitäten und Bemühungen unseres Projekts können selbstverständlich keinesfalls die absolut notwendige Lungenfachärztliche Behandlung ersetzen.

Jens Lingemann (Februar 2010)

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