Guillain-Barré-Syndrom (GBS)
Das Guillain-Barré-Syndrom wird auch als 'akute idiopatische Polyneuritis' bezeichnet. Es ist eine entzündliche Erkrankung der peripheren Nerven. Diese liegen außerhalb des Gehirns und der Wirbelsäule. Charakteristisch beginnt GBS mit einer allgemeinen Schwäche, gefolgt von Empfindungsstörungen und Lähmungserscheinungen in Beinen und Armen. Gelegentlich sind auch die Atem- und Gesichtsmuskeln betroffen. Viele Betroffene müssen bereits im frühen Stadium auf der Intensivstation behandelt werden, besonders dann, wenn auch Beatmungspflicht aufgrund der Lähmungen der Atmungsorgane notwendig wird.
Die meisten Patienten erholen sich wieder. Das kann jedoch Monate oder noch länger dauern. Einige Betroffene behalten geringe Langzeitschäden unterschiedlicher Art zurück. Statistisch gesehen gibt es weltweit ca. 1-2 Fälle pro Jahr auf 100 000 Einwohner. Nach dem derzeitigen Stand der Forschung kann GBS jeden treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Rasse. [...]
Die Ursache ist bis heute unbekannt. Viele Fälle treten innerhalb weniger Tage bis einige Wochen nach einer Virus oder bakteriellen Infektion auf. Das kann eine gewöhnliche Erkältung, Grippe, Rachenentzündung oder eine Magen-Darmstörung (verursacht durch Campylobacter Jejuni) mit Durchfall sein. Auch Insektenstiche sowie Impfungen (Tetanus, Grippe) werden als Auslöser vermutet.
(Quelle: GBS Initiative e.V.)
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Bundesverband Deutsche GBS-Vereinigung e.V.
Die GBS-Selbsthilfegruppe wurde 1991 gegründet und 1992 als gemeinnütziger Verein beim Amtsgericht Sinsheim eingetragen. Zur Zeit hat sie 700 Mitglieder bundesweit. Service: Beratung, gesundheitliche Aufklärung, allgemeine Informationen, Kontakte zu Ärzten und Kliniken, Öffentlichkeitsarbeit. Medien: Zeitschrift GBS-Magazin (4x jährlich)
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