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4hc-Handicap-Datenbank

[Bild: Lupe]In der 4hc-Handicap-Datenbank findest Du erklärende Texte zu vielen schweren und seltenen Krankheitsbildern, sowie Behinderungen und Links zu denen, die sich damit auskennen, wie Selbsthilfegruppen, Initiativen, Verbände und Fachgesellschaften.

Wie die Datenbank aufgebaut ist und wie Du sie am besten nutzt, erklärt Dir das » ABC der 4hc-Handicap-Datenbank.

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Gefäßerkrankungen


Über die Entstehung von Venenerkrankungen ist wenig bekannt. Fachleute vermuten einen genetischen Defekt, der erblich bedingt von Generation zu Generation weitergegeben wird. Auch sieht man den Auslöser in den durch die Evolution der Menschheit veränderten Haltungs- und Bewegungsabläufen. Das heißt, der aufrechte Gang des Menschen spielt hierbei eine bedeutende Rolle.

Während wir früher, als wir noch auf allen Vieren gingen, unseren Blutkreislauf systematisch in Bewegung hielten, konnten sich Venenprobleme kaum ausprägen. Nahrungssuche, das Jagen, ja das Leben allgemein, hielten unsere Vorfahren dauernd auf Trab. Die aufrechte Haltung heute beim Sitzen, Gehen und Stehen fordert vom Kreislaufsystem besondere Leistungen ab. Die fünf bis sieben Liter Blut bei einem erwachsenen Menschen - genauer gesagt ein Dreizehntel des Körpergewichts entspricht unserer Blutmenge - sind nicht mehr, wie bei unseren Vorfahren, überwiegend in Bewegung.

Im Gegenteil, beruf- und gesellschaftlich bedingt verbringen wir die überwiegende Zeit in Immobilität, was wiederum in manchen geschädigten Körperteilen ein Versacken des Blutes erleichtert. Wir sitzen, wir stehen mehr als uns lieb sein sollte. Und dann kommen noch die hormonellen Veränderungen wie z. B. bei werdenden Müttern dazu. Weitere Faktoren, wie Bindegewebsschwäche oder Übergewicht spielen ebenso eine Rolle, auch die mit zunehmendem Alter auftretenden Gefäß- und sonstigen physiologischen Veränderungen am Körper.

Alles in allem hat man also eine Vielzahl von möglichen Auslösern der Venenerkrankungen entdeckt, weiß aber verbindlich nicht, wo man ansetzen kann, um den Ausbruch der Krankheit zu verhindern oder sie auszuschalten. Wir müssen also damit leben und sie durch Verhaltensweisen lindern, mit therapeutischen Möglichkeiten sie einschränken und gegebenenfalls durch fachmännische Maßnahmen - dem Ausprägungsgrad entsprechend - chirurgisch beheben. Aber auch nach diesen operativen Maßnahmen müssen sich die Betroffenen an einige Regeln halten.

(Quelle: Christian M. Silinsky / Deutsche Gesellschaft Venen e.V.)


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siehe auch: Klippel-Trenaunay-Syndrom , Morbus Osler , Sturge-Weber-Syndrom

Weblinks

Bundesverband Angeborene Gefäßfehlbildungen e.V.
Aus dem Verein für Personen mit peripheren Gefäßfehlbildungen hervorgegangener Bundesverband mit den Hauptzielen: Information und Aufklärung, Erfahrungsaustausch der Betroffenen, gleichmäßige Verteilung von Kompetenzzentren in Deutschland und Optimierung der Unterstützung seitens der Krankenkassen.

Deutsche Gesellschaft Venen e.V. (DGV)
Die Deutsche Gesellschaft Venen e.V. (DGV) ist eine bundesweit gemeinnützige Organisation von Betroffenen, Therapeuten und Ärzten im Kampf gegen die Problematik der Venenerkrankungen. Die Information über die Früherkennung und präventiv möglichen Schritte sowie die erforderlichen therapeutischen bzw. operativen Maßnahmen sind wichtiger Bestandteil der Verbandsaktivitäten, ebenso wie die Aufklärung zum postoperativen Nachfolge-Verhalten.

Deutsche Liga zur Bekämpfung von Gefäßerkrankungen e.V.
Aufgaben und Ziele der Liga sind vielfältig und verfolgen die Entwicklung, Verwirklichung und Förderung von Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung von Gefäßkrankheiten in der deutschen Bevölkerung.



Schweizerische Venenliga
Die Schweizerische Venenliga gibt Betroffenen mit Beinbeschwerden Auskunft über Untersuchungsmethoden, Behandlungsmöglichkeiten, Fragen zur Vorsorge und Risikominimierung (z. B. Reisetipps), benennt Spezialisten oder Fachkliniken, gibt Informationen darüber, wie das Venensystem funktioniert, was Krampfadern sind usw. Der Liga stehen dafür auch Fachspezialisten zur Verfügung. Wichtig ist ihr auch, dass sich Patienten mit anderen Betroffenen austauschen können.

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