Arthrogrypose
Bei der Arthrogryposis multiplex congenita (AMC) handelt es sich um eine frühkindliche Entwicklungsstörung im Mutterleib, die sich etwa in der 8. bis 11. Schwangerschaftswoche abspielt und durch eine neurologische Fehlentwicklung gekennzeichnet ist. Infolgedessen kommt es zu einer gestörten Muskelentwicklung (bindegewebige Umwandlung, Hypoplasie, Nichtanlage), welche die funktionsgerechte Ausformung der Gelenke behindert.
Das äußere Krankheitsbild wird durch eine unterschiedlich stark ausgeprägte Gelenksteife bestimmt, wobei in leichten Fällen nur einzelne periphere Gelenke betroffen sind, in schweren Fällen fast alle Extremitätengelenke, Kiefergelenk und Wirbelsäule. Der Bewegungsapparat ist folglich in unterschiedlichem Ausmaß geschädigt.
Die Steife kann sich nur auf einzelne Gelenke beschränken; es können aber auch mehrere, im Extremfall sogar alle Gelenke betroffen sein. Es handelt sich um eine Erkrankung der Muskeln, Sehnen und vor allem der Gelenkkapseln.
Der Begriff Arthrogrypose beschreibt ein Zustandsbild ("Gelenkverkrümmung"), ohne exakt etwas über die Ausprägung der Erkrankung auszusagen. Auffällig sind die Fehlstellung der Gelenke (vor allem der Hand- und Fußgelenke) und ihre mehr oder weniger stark eingeschränkte Mobilität. Die AMC wird je nach Schweregrad in 3 Typen eingeteilt. [...]
Welches Ausmaß die Behinderung annimmt und in welchem Maße später ein selbstständiges Leben beeinträchtigt wird, hängt auch davon ab, wann die Diagnose gestellt und wie frühzeitig das erkrankte Kind einer kompetenten Behandlung zugeführt wird.
(Quelle: Interessengemeinschaft Arthrogryposis e.V.)
Forum
Hast Du Fragen zu oder Erfahrungen mit diesem Handicap?
Dann besuche unser Forum:» "Pflege, Medizin & Forschung"