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[Bild: Rollstuhlfahrer] 4hc-Handicap-Datenbank


4hc-Handicap-Datenbank

[Bild: Lupe]In der 4hc-Handicap-Datenbank findest Du erklärende Texte zu vielen schweren und seltenen Krankheitsbildern, sowie Behinderungen und Links zu denen, die sich damit auskennen, wie Selbsthilfegruppen, Initiativen, Verbände und Fachgesellschaften.

Wie die Datenbank aufgebaut ist und wie Du sie am besten nutzt, erklärt Dir das » ABC der 4hc-Handicap-Datenbank.

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Muskelkrankheiten


Die meisten Muskelkrankheiten sind erblich. Einige treten schon im Kindes- oder Jugendalter auf, andere erst später. Bei vielen verschlechtert sich der Zustand der Betroffenen schnell. Die Auswirkungen reichen von leichten Beeinträchtigungen bis zu schweren Lähmungserscheinungen am ganzen Körper. Von gewissen Muskelerkrankungen betroffene Kinder erreichen nicht das Erwachsenenalter, während andere Krankheiten eine nur geringe Verkürzung der Lebenserwartung bewirken. In den meisten Fällen bedeutet sie für die Betroffenen ein Leben im Rollstuhl und auf Hilfe Anderer angewiesen zu sein.

Muskelkrankheiten - das bedeutet einige Dutzend verschiedener Krankheitsformen mit unterschiedlichen Ursachen, Krankheitsbildern und Krankheitsverläufen.

Wichtig ist, daß bei jedem Verdacht auf eine Muskelerkrankung alle diagnostischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Heilung ist bei der überwiegenden Zahl der Muskelkrankheiten heute noch nicht möglich. Konsequente krankengymnastische Behandlung jedoch kann den Krankheitsverlauf beträchtlich mildern. Vorbeugung ist bei erblichen Muskelkrankheiten möglich. (Ehe-)Paare, in deren Verwandtschaft Muskelerkrankungen aufgetreten sind, sollten bei Kinderwunsch die genetische Beratungsstelle aufsuchen. [...]

Die häufigsten Muskelkrankheiten:

- Muskelatrophien sind Krankheiten, bei denen Muskelschwund auftritt als Folge eines Defekts im Rückenmark ("spinal") oder einer Erkrankung der motorischen Nerven ("neural").

- » Amyotrophe Lateralsklerose ist eine sehr ernste Erkrankung des zentralen und peripheren Nervensystems. Sie ist seit mehr als 100 Jahren bekannt und kommt weltweit vor. Ihre Ursache ist bisher unbekannt. Die Abkürzung für Amyotrophe Lateralsklerose ist ALS.

- » Muskeldystrophien sind progressive Krankheiten, bei denen aus bisher unbekannten Gründen die Muskelzellen zerfallen. Man unterscheidet 15 verschiedene Formen, je nach Erbmodus, Krankheitsbeginn und Verlauf. Die schwerste Form ist die Duchenne-Muskeldystrophie.

- » Myasthenien sind Krankheiten, bei denen die nervöse Kontrolle der Muskulatur gestört ist. Seit man weiß, daß es sich um Autoimmunstörungen handelt, sind diese Krankheiten oft gut zu behandeln.

- Myotonien und periodische Paralysen sind Krankheiten mit Störungen der Muskelerregung. Die Patienten leiden zeitweise an Muskelsteifheit bzw. Muskellähmung.

- Metabolische Muskelkrankheiten sind selten. Bei ihnen ist - meist durch Mangel eines Enzyms - der Stoffwechsel der Muskelzellen gestört.

(Quelle: » Österreichische Gesellschaft für Muskelkranke (ÖGM) - Landesgruppe Oberösterreich)


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siehe auch: Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) , Fibromyalgie , Morbus Pompe , Muskeldystrophie (Muskelschwund) , Myasthenie , Spinale Muskelatrophie

Weblinks

Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM)
Die DGM ist 1965 entstanden als reine Forschungsförderungsinitiative. Im Laufe der Jahre hat sich die DGM dann zum Selbsthilfeverband weiterentwickelt. Der bundesweit tätige Verband stützt sich auf seine in jedem Bundesland vorhandenen Landesgruppen, die wiederum regional in Kontaktstellen aufgegliedert sind.

Schweizerische Gesellschaft für Muskelkranke (SGMK)
In der Schweiz leben schätzungsweise 10'000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer unheilbaren Muskelkrankheit. Die Gesellschaft für Muskelkranke ist eine gemeinnützige Organisation und informiert, berät und unterstützt Betroffene, ihre Angehörigen sowie Fachpersonen in der deutschen, italienischen und rätoromanischen Schweiz. Mitglieder sind Betroffene, ihre Angehörigen, Fachpersonen sowie Mitmenschen, welche die Ziele der Gesellschaft für Muskelkranke unterstützen.

Österreichische Gesellschaft für Muskelkranke (ÖGM)
Die Österreichische Gesellschaft für Muskelkranke ist ein gemeinnütziger, nicht auf Gewinn ausgerichteter Verein, der im Juni 1976, durch Privatinitiative einiger namhafter Wiener Neurologen, gegründet wurde. Seine Ziele sind sowohl die optimale Betreuung der Betroffenen aus medizinisch-therapeutischer und psychosozialer Sicht, als auch die Förderung der Erforschung und Bekämpfung der verschiedenen Muskelerkrankungen. Landesgruppen und Kontaktstellen bestehen in den meisten Bundesländern; in den anderen ist deren Errichtung vorgesehen.

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