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Wie entsteht ein Dekubitus? Ein » Dekubitus kommt am häufigsten an aufliegenden Körperstellen vor, zum Beispiel über den Hüftknochen, den Fersen, den Fußknöcheln oder auch den Ohren. Der Grund hierfür ist, dass diese Körperstellen wenig oder kaum mit Gewebe „unterlegt“ sind. Ein Dekubitus entsteht durch » verschiedene Faktoren, insbesondere aufgrund eines übermäßig starken Drucks, meist durch zu langes unbewegtes Liegen, auf eine oder mehrere aufliegende Körperstellen. Des Weiteren kann ein Druckgeschwür durch Reibungskräfte zwischen Haut und Auflage, Scherkräfte zwischen den Gewebeschichten der Haut oder eine Kombination dieser Kräfte hervorgerufen werden. Darüber hinaus fördern » Risikofaktoren, wie eine eingeschränkte bis keine Beweglichkeit (Mobilität), ein schlechter Allgemeinzustand sowie eine ständige Hautfeuchtigkeit die Entstehung einer chronischen Wundfläche. Ein Dekubitus kann » unterschiedlich schwer ausgeprägt sein. Von ihm können nur die oberflächlichen Hautschichten betroffen sein. Er kann aber auch über die tiefer gelegenen Bindegewebsschichten bis zum Knochen reichen. Welche Faktoren lassen einen Dekubitus entstehen? Zur Entstehung eines » Dekubitus tragen verschiedene Faktoren bei: • Ausschlaggebender Faktor: Druck Entscheidend für die Entstehung eines Dekubitus ist ein zu starker Druck auf bestimmte Körperstellen, der durch zu langes, unbewegliches Liegen auftritt. Das Gewicht, das dabei auf den betroffenen Körperstellen lastet, führt dazu, dass die Haut und das darunterliegende Gewebe „gepresst“ wird. Das Blut kann in diesem Bereich nicht mehr ausreichend fließen, kann also nicht mehr richtig zirkulieren. Dadurch wird das Gewebe nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt. Es stirbt langsam ab. Eine dauerhafte Wundfläche, ein Dekubitus, ist entstanden. Durch den Druck wird der Blutfluss an der Auflagestelle vermindert oder gestoppt, das Gewebe wird nicht mehr ausreichend durchblutet. Daher fehlen an dieser Stelle Sauerstoff und Nährstoffe, die dadurch anfallenden sauren Abfallstoffe können nicht mehr mit dem Blut abtransportiert werden. Die Zellen, vor allem die Nervenzellen, sterben ab, sichtbar wird ein Geschwür. • Faktor: Reibung Wird ein völlig gelähmter Patient bei der täglichen Pflege mit einer falschen Technik aus dem Bett gehoben, reiben die Kleidung des Patienten und die der hebenden Pflegekraft als zwei Oberflächen aneinander. • Faktor: Scherung Sitzt beispielsweise ein Patient, der sich nicht alleine aufrichten kann, im Bett oder im Stuhl, gleitet er nach unten. Der Rücken des Patienten drückt auf die Oberfläche des hochgestellten Matratzenteils oder Rückenlehne des Stuhls. Gleichzeitig rutscht er, da er sich selbst nicht aufrichten kann, nach unten. Durch dieses Zusammenspiel von Gleitbewegung und Druck wird die Oberfläche des hochgestellten Matratzenteils oder der Rückenlehne des Stuhls verformt, was als Scherung bezeichnet wird. Welche Schweregrade des Dekubitus gibt es? Die auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende und vereinheitlichte Klassifikation des European Pressure Ulcer Advisory Panel (EPUAP), zu deutsch Europäisches Beratungsgremium für Dekubitus, von 1996, teilt ein » Druckgeschwür wie folgt ein:
Tipp: Eine detaillierte Übersicht mit Illustrationen der einzelnen Dekubitusstadien findet sich im » Dekubitus-Ratgeber des IGAP e.V. Cornelia Loos, Diplom-Biologin und medizinische Fachredakteurin |