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Therapie der erektilen Dysfunktion Die wichtigsten Therapiemöglichkeiten sind: • Cialis®, Levitra®, Viagra® Diese Medikamente stellen zweifellos die angenehmste Therapie der erektilen Dysfunktion dar. Sie beruhen alle auf dem selben biochemischen Prinzip (PDE5-Hemmer). Leider wirken diese Medikamente nicht bei allen Patienten gleich gut. Da Wirkung und Nebenwirkungen sehr unterschiedlich sein können, empfiehlt es sich, dass ein Patient alle drei Medikamente ausprobiert. • SKAT = Schwellkörper-Auto-Injektions-Therapie (Caverject®, Viridal®) Es wird ein Wirkstoff (heute meist Alprostadil) direkt in die Schwellkörper gespritzt. Durch die Verwendung einer sehr dünnen Nadel treten dabei kaum Schmerzen auf. Die Erektion tritt nach ungefähr 10 Minuten ein und hält bei korrekter Dosierung etwa 1 Stunde an. • Vakuum-Erektionshilfe (andere Bezeichnung: Vakuumpumpe) Der Penis wird in einen durchsichtigen Plastikzylinder gesteckt, in dem mit einer Pumpe ein Unterdruck erzeugt wird. Dadurch fließt Blut in die Schwellkörper. Sobald eine ausreichende Erektion vorliegt, wird mit einem Stauring der Rückfluss des Blutes verhindert. • Schwellkörper-Implantat Das Einsetzen eines Implantats kommt nur in Frage, wenn alle anderen Mittel nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Der Eingriff kann nicht rückgängig gemacht werden, weil dabei große Teile der Schwellkörper zerstört werden. • Sexualberatung, Sexualtherapie Wenn psychische Faktoren einen wesentlichen Anteil an den Ursachen der ED haben, dann ist eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll. Es empfiehlt sich zunächst eine Sexualberatung, die in schwierigen Fällen in eine Sexualtherapie übergehen kann. Es ist in der Regel sehr hilfreich, wenn die Partnerin an der Beratung und Therapie teilnimmt. Nicht vergessen sollte man, dass es auch Spielarten der Sexualität gibt, die keine Erektion voraussetzen, aber trotzdem für beide Partner zum Höhepunkt führen können. Ein Mann kann auch mit schlaffem Penis (z.B. durch Oralverkehr oder Selbstbefriedigung) zum Höhepunkt kommen und für viele Frauen ist der eigentliche Geschlechtsverkehr (Penetration) auch nicht (oder nicht immer) wichtig. Allerdings setzt das voraus, dass sich die Partner offen über ihre gegenseitigen Wünsche und Erwartungen beim Sex unterhalten können und das ist für Viele alles andere als einfach. Dieser Artikel wurde uns von der » Selbsthilfegruppe "Erektile Dysfunktion (Impotenz)" zur Veröffentlichung überlassen. |